Fernsehen aus Berlin meldet Insolvenz an

Nach rund 18 Jahren Sendebetrieb hat FAB (Fernsehen aus Berlin) am 29. Januar Insolvenz angemeldet. Als Grund für die Insolvenz nannte Geschäftsführer Mike Meier-Hormann offene Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem im vergangenen Jahr neu bezogenen Medienhaus des Senders.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten freie FAB-Autoren ihre Honorare nicht erhalten, die Gehälter der 29 Beschäftigten und 5 Auszubildenden wurden im Dezember nur schleppend ausgezahlt. Kathlen Eggerling, zuständige Medien-Sekretärin von ver.di/connexx-av: „Für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist allein das Management verantwortlich, das sich mit den Verpflichtungen um das neue Sendegebäude und einem verfehlten Konzept mit Schwerpunkt-Events vergaloppiert hat.“ ver.di fordert die Absicherung der Zukunft der insgesamt 34 Mitarbeiter und freien Autoren. Der Sendebetrieb muss aufrecht erhalten werden, so Eggerling.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Das Netz hat ein SLOP-Problem

Künstliche Intelligenz verändert das Internet wie wir es kannten. KI dient als Beschleuniger von immer neuen Inhalten. Nicht immer entstehen auf diese Weise sinnvolle Inhalte. AI Slop, also digitaler Müll, flutet das Netz. Und KI geht nicht mehr weg. Denn KI-Modelle, finden sich inzwischen an allen möglichen und unmöglichen Stellen des privaten und beruflichen Lebens.
mehr »

Aktionstag für digitale Souveränität

Persönliche Daten sind eine Ware – und wir liefern sie freiwillig an große Technologiekonzerne. Doch was wäre, wenn es auch anders ginge? Eine neue Initiative ruft zum Digitalen Unabhängigkeitstag auf und wirbt für einen Ausstieg aus der digitalen Abhängigkeit.
mehr »

Big Tech verändert TV und Streaming

Bei den Video-Streaming-Plattformen verteidigte YouTube im Jahr 2025 erfolgreich seine Führungsposition und erreicht 72 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Die öffentlich-rechtlichen Streaming-Netzwerke von ARD, ZDF, Arte und 3sat kommen auf über 60 Prozent, dicht gefolgt von Netflix und Amazon Prime Video. Doch auch die Sender des ÖRR nutzen YouTube als Ausspielweg ihrer Inhalte. 
mehr »

Europas Machtprobe mit den Plattformen

Wegen mangelnder Transparenz bei Werbung und Nutzerkonten hat die EU-Kommission eine Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro gegen den Onlinedienst X verhängt. Mit dem Digital Services Act (DSA) will die EU das Netz demokratisch kontrollieren. Doch Verfahren gegen X, TikTok und Meta zeigen, wie schnell die angestrebte Regulierung zur politischen Auseinandersetzung wird.
mehr »