FR in neuem Layout

Die „Frankfurter Rundschau“ hat am 30. September die Flucht nach vorn angetreten. Abgestützt durch eine hessische (CDU) Landesbürgschaft und durch eine hartes Verlagssanierungsprogramm präsentiert sich die „alte Tante“ FR in verändertem Layout und mit den zwei neuen Inhaltsangeboten „plan.F“ und „FRplus“.

Während ersteres ein Regionalmagazin als hessischer Veranstaltungskalender ist, verbirgt sich hinter dem sechsseitigen „Frplus“ so etwas wie die „tazzwei“ – ein tägliches Zeitungsbuch mit Themenschwerpunkten zur Einordung des Aktuellen. Nach tagelangem Bauzaun auf der Seite 1 ist nun auch das neue FR-Layout enthüllt: Siebenspaltig nur auf der Frontseite, sechspaltig im Inneren kommt die neue Grundschrift auf weißerem Papier elegant daher. Mehr Fotos und Infografiken lockern auf, kleine Erklärkästen erleichtern das Verständnis. Leserbriefe und Expertenmeinungen bieten nun Nachdenkenswertes bereits geballt im ersten Buch, wie ein Scharnier zwischen Türrahmen und -blatt wirkt die neue Seite „Wirtschaft & Politik“. Mehr Regionalberichte aus den Frankfurter Stadtteilen, aus Darmstadt und Wiesbaden sollen das regionale Standbein Rhein-Main-Neckar besser bedienen.

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Bald Wirtschaft vor Politik beim „Stern“?

Der Verlag Gruner und Jahr (G+J) sieht sich als Bollwerk des Qualitätsjournalismus. Die Einsendefrist für den prestigeträchtigen Nannen-Preis läuft gerade, der Mutterkonzern Bertelsmann ruft 2021 als “JAhr zur Wahrheit” aus. In der Qualitätsoffensive sollen auch G+J-Titel kräftig mitspielen. Dazu passt es schlecht, dass das G+J-Flaggschiff „Stern” und die Wirtschaftstitel „Capital” und „Business Punk” eine gemeinsame Politikredaktion bilden sollen – unter Führung des „Capital”-Chefredakteur Horst von Buttlar.
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Diamant „Süddeutsche“ mutiert zum Kiesel

In der Belegschaft der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) wächst die Wut. Der Sparkurs der Südwestdeutschen Medienholding geht allmählich an die Substanz, finden viele. Nach pandemiebedingter Kurzarbeit wurden jetzt 50 redaktionelle Arbeitsplätze gestrichen. Die neue Digitalstrategie des Konzerns gefährdet nach Auffassung vieler die Position der „Süddeutschen“ als Marktführerin im deutschsprachigen Qualitätsjournalismus.
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Durchschaubarer Versuch

Das in der „Welt“ veröffentlichte Schreiben von Matthias Döpfner an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gegen die Daten-Allmacht amerikanischer und chinesischer Tech-Giganten ist „wohlfeil“ und „durchschaubar“. Es sei vor allem der Versuch, einen Teil vom Kuchen der Konkurrenz auf dem Teller des eigenen Medienunternehmens landen zu lassen, heißt es in einem Offenen Brief des stellvertretenden dju-Vorsitzenden Peter Freitag an den Vorstandschef von Axel Springer.
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Globale Allianz für Arbeitnehmerrechte bei Alphabet

Die erst kürzlich von Mitarbeiter*innen des Google-Konzerns in den USA gegründete „Alphabet Workers Union“ hat sich zur weltweiten Allianz“ Alpha Global“ zusammengeschlossen. Beteiligt sind 13 Gewerkschaften aus zehn Ländern, darunter Großbritannien, die Schweiz und mit ver.di auch Deutschland. Ziel sei es, gemeinsam Alphabet so zu verändern, dass es „die Menschen- und Arbeitnehmerrechte in all seinen Niederlassungen und in seiner Lieferkette weltweit achtet und respektiert“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
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