Frankfurter Rundschau weiter gerupft

FRANKFURT / MAIN. Zwischen 180 und 200 Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau (FR) sollen in naher Zukunft die Kündigung erhalten. Betroffen sind zunächst die technischen Abteilungen und die Verwaltung. Die hauseigene Produktionssteuerung (PSG) soll aufgelöst werden.

In der Druckerei selbst sollen zehn bis 15 Stellen nicht nachbesetzt werden, in der Endverarbeitung erhalten 40 bis 50 Mitarbeiter eine betriebsbedingte Kündigung. Rechnungswesen, Einkauf und Verwaltung sollen in eine GmbH ausgelagert werden. Die Poststelle wird geschlossen. Die Anzeigenabteilung wird sich künftig vor allem auf die Arbeit freiberuflicher Handelsvertreter stützen, hier sollen 28 Mitarbeiter entlassen werden. Wie viele Redakteure in den sauren Apfel beißen müssen, ist noch unklar. Einsparpotenzial sehen der neue Mehrheitsgesellschafter, der Kölner Zeitungsverlag M. DuMont Schauberg und Chefredakteur Uwe Vorkötter in den Bezirksausgaben rund um Frankfurt. Rund 30 Pauschalisten oder Tagelöhner sollen in eine Leih­arbeitsfirma wechseln.

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Kaum Menschen mit Behinderung im Film

Diversität ist das Schlagwort der Stunde. Menschen mit dunkler Hautfarbe spielen Anwälte oder Ärztinnen, es gibt Serien über Personen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen, und selbst bei ARD und ZDF sind homosexuelle Paare mittlerweile fast selbstverständlich. Eine Gruppe ist jedoch vergessen worden: Prominente Ausnahmen wie die kleinwüchsige Schauspielerin Christine Urspruch können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen nach wie vor kaum auftauchen. 
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SWMH: Der Kahlschlag der Knauser

Sparplan erfüllt: Die Redaktion der „Stuttgarter Zeitung“ (StZ) und der „Stuttgarter Nachrichten“ (StN) verliert fast ein Viertel ihrer Leute, darunter den Leiter des Berliner Büros. Der Kompetenzverlust ist dramatisch. Auch beim Flaggschiff „Süddeutsche Zeitung“ gehen die Leute von Bord. Für den Konzern Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) ist das bedrohlich, für die Kundschaft ebenso.
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Spotify aktiver auf dem Podcast-Markt

Podcast boomen in Deutschland, auch jene mit journalistischen Anspruch. Ein Grund für den bisherigen Musikdienst Spotify, sich auch als Medienplattform für ernsthafte Inhalte zu positionieren. Dafür hat Spotify erstmals zu einer All-Ears-Konferenz eingeladen. 1000 Besucherinnen und Besucher der Branche kamen am 5. Mai in die „Wilhelm Hallen“, eine hippe, alte Industrieanlage im Norden von Berlin. Im Vordergrund standen aufwändig produzierte und investigative journalistische Formate und die Abkehr vom einfachen Talk-Format.
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Hängepartie beendet – Fusionsfrage offen

Die deutschen Zeitschriftenverleger sehen die Branche in einer dramatischen Krise. „Wenn die aktuelle Entwicklung so weitergeht, sind bis 2024 über 2.000 Titel gefährdet“, warnte Philipp Welte, Vorstandssprecher des unlängst neu gegründeten Medienverbands der freien Presse (MVFP) am 26. April auf der Jahrespressekonferenz. Die eigenen Prognosen eher düster, blieb das Verhältnis zum Zeitungsverlegerverband vage gehalten. Coronabedingt wurde die Konferenz aus dem Web-TV-Studio der Bundespressekonferenz übertragen.
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