Holtzbrinck verkauft Saarbrücker Zeitung

Keine einschneidenden Veränderungen für die Beschäftigten

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verkauft einen Teil ihrer Anteile an der Saarbrücker Zeitung an die Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar (GSB). Die GSB erhöht ihren Anteil an der SZ von derzeit 26,0 Prozent zum 1. August auf 46,9 Prozent.

Bis Mitte 2014 will Holtzbrinck alle Anteile an der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH von bisher insgesamt 52,33 Prozent veräußert haben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion erfolge vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamtes und in Abstimmung mit der Beteiligungsgesellschaft (BG) der Mitarbeiter, die derzeit 15 Prozent der Anteile hält. Die SZ selbst ist mit 6,67 Prozent beteiligt. Erklärtes Ziel der GSB ist es, die neu erworbenen Anteile mittelfristig an ein anderes Verlagshaus zu verkaufen. Die Mitarbeiter haben bei einer Veräußerung von SZ-Anteilen ein Vorkaufsrecht. Würden sie ihre Anteile auf 25 Prozent aufstocken, hätte sie in wichtigen Fragen eine Sperrminorität.
Als Grund für die Veräußerung nannte Stefan von Holtzbrinck in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung „die grundsätzliche strategische Neuausrichtung der Verlagsgruppe“. Künftig wolle man sich auf drei Standbeine konzentrieren: „Bildung und Wissenschaft, Literatur und digitale Geschäftsmodelle“. Dazu gehöre aber auch die Beteiligung an der Wochenzeitung Die Zeit, so Holtzbrinck. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde es keine einschneidenden Veränderungen geben, versicherte Rudolf Warnking von der GSB im gleichen Zeitungsgespräch.
Die Unternehmensgruppe Saarbrücker Zeitung verfügt noch über eine Mehrheitsbeteiligung an der Saarländischen Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH. Tochterunternehmen geben den Pfälzischen Merkur (Zweibrücken), den Trierischen Volksfreund und die Lausitzer Rundschau (Cottbus) heraus.

 

nach oben

weiterlesen

Wien: Viele Austritte beim Regieverband

Beim Verband Filmregie Österreich herrscht dicke Luft. Von der Interessenvertretung der Regisseurinnen und Regisseure hat sich eine Gruppe Filmschaffender im Streit getrennt. Erst im April dieses Jahres hatte das Österreichischen Filminstitut (ÖFI) gendergerechte Maßnahmen bei der Vergabe von Fördermittel beschlossen worden. Nun führt diese neue Quotenregelung zu Ärger. 42 Regisseurinnen und Regisseure sind aus dem Verband Filmregie Österreich ausgetreten. Vor allem Frauen.
mehr »

Medienwirtschaft erholt sich langsam

Den statistischen Indizien nach erholt sich die Medienwirtschaft von den Pandemiefolgen. Die längerfristigen Trends bleiben allerdings ungebrochen: Die Auflagen der gedruckten Periodika schrumpfen, Video- und Audiostreaming verändern die Marktanteile zu ihren Gunsten und erzeugen offenbar auch andere Nutzungsgewohnheiten. Die Buchbranche hält sich stabil, wobei sich die Gewichte vom Laden- zum Onlineverkauf verschieben. Auch bei den Kinos sprießen neue Hoffnungen.
mehr »

„green motion“ in der Film- und TV-Branche

Ein breites Bündnis wesentlicher Branchenvertreter*innen des deutschen Film-, TV- und VoD-Marktes hat sich entschlossen, einen großen Teil ihrer Inhalte zukünftig klima- und ressourcenschonend herzustellen. Damit sollen in relevantem Maße CO2-Emmissionen vermieden werden. Im Arbeitskreis „Green Shooting“ wurden hierzu erstmals einheitliche ökologische Mindeststandards für nachhaltige Produktionen entwickelt und sich in einer Nachhaltigkeitsinitiative ab 1. Januar 2022 zu deren Einhaltung verpflichtet.
mehr »

Klare Stellung gegen rechts gefordert

Die zurzeit stattfindende Frankfurter Buchmesse wird überschattet von den Debatten um die Teilnahme rechtsgerichteter Verlage. Die Messeleitung beruft sich auf Meinungs- und Publikationsfreiheit. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di reagiert mit Bestürzung auf die Ankündigung zahlreicher Autor*innen, der Frankfurter Buchmesse wegen der Präsenz rechter Verlage fernbleiben zu wollen, und fordert die Messeleitung auf, Rassismus und Menschenfeindlichkeit künftig keine Bühne mehr zu bieten.
mehr »