KIM wird aufgelöst – Fachdienste überleben

Köln. Wie aufgeschlossen die Katholische Kirche in die Informations- und Kommunikationsgesellschaft geht, beweist derzeit der Verband der Diözesen Deutschlands: Er schließt das in Köln beheimatete Katholische Institut für Medieninformation (KIM).

Offizielle Begründung: Die Verluste von jährlich einer Million Euro seien aufgrund rückläufiger Kircheneinnahmen nicht mehr auszugleichen. Der Tod des KIM trifft aber auch zwei renommierte und mehrfach preisgekrönte Titel. Seit über 50 Jahren prägen die Fachpublikationen „film-dienst“ und „Funkkorrespondenz“ die Rezensionskultur im deutschen Journalismus in ihrem jeweiligen Bereich, berichten sachkundig und aufklärerisch über die Film- und Medienbranche. Nach geharnischtem Protest u.a. von der Medienanstalt Nordrhein-Westfalen, dem Grimme-Institut und prominenten Medienexperten scheint sich nun eine Lösung anzudeuten. Zwar wird das KIM aufgelöst, doch die beiden Titel erscheinen getrennt weiter. So soll die „Funkkorrespondenz“ – nach dem Beispiel des evangelischen Pendants „epd medien“ – unter das Dach der katholischen Nachrichtenagentur KNA schlüpfen und nach Bonn umziehen. Ebenso wie beim „film-dienst“ wird aber kräftig gekürzt – an Honoraren und Personal. Eine offizielle Bestätigung für die Rettung der beiden Fachtitel gibt es aber von Seiten der Katholischen Kirche noch nicht.

how

 

nach oben

weiterlesen

Evangelische Verlage starten Kooperation

Drei evangelische Verlage haben eine umfassende Zusammenarbeit begonnen, um Kosten zu sparen und die journalistische Qualität ihrer Printpublizistik zu erhalten. Die insgesamt sechs Wochenzeitungen erscheinen am 10. Januar erstmals in einheitlichem Layout und mit einem gemeinsamen zehnseitigen Mantel, wie die Kooperationspartner in Bielefeld, Frankfurt am Main und Hamburg mitteilten. Zudem werden alle Titel in der gleichen Druckerei bei der Deister- und Weserzeitung in Hameln hergestellt. Zum Mantel steuert jeder Verlag drei Seiten bei, die verschiedenen Titelseiten bleiben erhalten.
mehr »

Funke-Zeitungen nach Hackerangriff wieder mit mehr Seiten

Die Funke Mediengruppe rechnet nach der am 22. Dezember begonnenen Cyberattacke noch mit einigen Wochen bis zur Wiederherstellung des „Normalzustands" bei der Zeitungsproduktion. Man betrachte den Angriff als "weiterhin aktiv", auch wenn zahlreiche Produktionssysteme „in langen, kraftraubenden Tag- und Nachtschichten wiederhergestellt werden konnten", erklärte eine Sprecherin am 4. Januar in Essen. Bei dem Hackerangriff hatten die Täter bundesweit Daten auf den IT-Systemen des Unternehmens verschlüsselt.
mehr »

Buchtipp: BFF-Praxishandbuch Fotorecht

Basiswissen und Verträge für Fotografen“. Zuge­geben, 109 Euro scheinen ein stolzer Preis zu sein. Die Investition lohnt sich aber für alle, die sich als professionelle Fotograf*innen verstehen. Der Preis wird sicherlich schnell kompensiert. Eine Steuererklärung, Einsparungen bei Sozialversicherungen, vermiedene Kosten für Nachverfolgung von Urheberrechtsverletzungen – es rentiert sich.
mehr »

Ein Haus für Selbstständige

Lange war das Projekt vorbereitet, im Mai bewilligt und Anfang September an den Start gebracht worden: Das „Haus der Selbstständigen“ (HdS) in Leipzig – ein Vernetzungs-, Stärkungs- und Bildungsangebot unter einem Dach. Am 27. November machte das HdS erstmals die breite Öffentlichkeit auf sich aufmerksam – mit zwei virtuellen Auftakt-Veranstaltungen, in denen sich das Projekt nicht nur vorstellte, sondern auch gleich mit brandaktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen aufwartete.
mehr »