Lensings Rückzug aus dem Münsterland

Der Dortmunder Zeitungsverleger Lambert Lensing-Wolff (Ruhrnachrichten) trennt sich von weiteren Zeitungstiteln im Münsterland.

Nachdem er schon Anfang September im Zuge einer Sanierungsfusion die Münstersche Zeitung an den ehemaligen Mitbewerber, die Westfälischen Nachrichten veräußert hat, verkauft er jetzt noch eine Tageszeitung, die Emsdettener Volkszeitung (Auflage laut IVW 7.305 Exemplare) und drei Anzeigenblätter: Die auflagenstarke und traditionsreiche kaufen+sparen (Auflage 112.00 Exemplaren) in Münster, den KreisKurier (Lüdinghausen) und die Dreingau-Zeitung (Dreinsteinfurt) an die Zeitungsverlegerin Britta Altmeppen-Rekers. Diese gibt „mit ihrem tief im Münsterland verwurzelten Familienunternehmen” (Verlags O-Ton) in Rheine in vierter Generation inzwischen konkurrenzlos die Münsterländische Volkszeitung heraus (Auflage laut IVW 18.233 Exemplare).
Aus Rheine hatte sich Lensing schon Ende 2012 zurückgezogen. Die Münsterländische Volkszeitung bezieht den Mantel für ihre Zeitung von den Westfälischen Nachrichten. Die Emsdettener Volkszeitung soll allerdings bis auf weiteres wie bisher mit dem Mantel der Dortmunder Ruhrnachrichten erscheinen.

fbi

http://www.dju-muensterland.de/

nach oben

weiterlesen

Unsere Stärken auf allen Wegen ausspielen

Seit dem 1. Februar steht mit Katja Wildermuth erstmals eine Frau an der Spitze des Bayerischen Rundfunks (BR). Die neue Intendantin war zuvor Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk und blickt auf eine langjährige Fernsehkarriere beim MDR und NDR zurück. Die nun vierte amtierende Intendantin einer ARD-Anstalt beantwortete M Online kurz nach ihrem Amtsantritt Fragen zu Positionen, eigenen Vorhaben und aktuellen Debatten im öffentlich-rechlichen Rundfunk.
mehr »

Bald Wirtschaft vor Politik beim „Stern“?

Der Verlag Gruner und Jahr (G+J) sieht sich als Bollwerk des Qualitätsjournalismus. Die Einsendefrist für den prestigeträchtigen Nannen-Preis läuft gerade, der Mutterkonzern Bertelsmann ruft 2021 als “JAhr zur Wahrheit” aus. In der Qualitätsoffensive sollen auch G+J-Titel kräftig mitspielen. Dazu passt es schlecht, dass das G+J-Flaggschiff „Stern” und die Wirtschaftstitel „Capital” und „Business Punk” eine gemeinsame Politikredaktion bilden sollen – unter Führung des „Capital”-Chefredakteur Horst von Buttlar.
mehr »

Diamant „Süddeutsche“ mutiert zum Kiesel

In der Belegschaft der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) wächst die Wut. Der Sparkurs der Südwestdeutschen Medienholding geht allmählich an die Substanz, finden viele. Nach pandemiebedingter Kurzarbeit wurden jetzt 50 redaktionelle Arbeitsplätze gestrichen. Die neue Digitalstrategie des Konzerns gefährdet nach Auffassung vieler die Position der „Süddeutschen“ als Marktführerin im deutschsprachigen Qualitätsjournalismus.
mehr »

Durchschaubarer Versuch

Das in der „Welt“ veröffentlichte Schreiben von Matthias Döpfner an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gegen die Daten-Allmacht amerikanischer und chinesischer Tech-Giganten ist „wohlfeil“ und „durchschaubar“. Es sei vor allem der Versuch, einen Teil vom Kuchen der Konkurrenz auf dem Teller des eigenen Medienunternehmens landen zu lassen, heißt es in einem Offenen Brief des stellvertretenden dju-Vorsitzenden Peter Freitag an den Vorstandschef von Axel Springer.
mehr »