Lensings Rückzug aus dem Münsterland

Der Dortmunder Zeitungsverleger Lambert Lensing-Wolff (Ruhrnachrichten) trennt sich von weiteren Zeitungstiteln im Münsterland.

Nachdem er schon Anfang September im Zuge einer Sanierungsfusion die Münstersche Zeitung an den ehemaligen Mitbewerber, die Westfälischen Nachrichten veräußert hat, verkauft er jetzt noch eine Tageszeitung, die Emsdettener Volkszeitung (Auflage laut IVW 7.305 Exemplare) und drei Anzeigenblätter: Die auflagenstarke und traditionsreiche kaufen+sparen (Auflage 112.00 Exemplaren) in Münster, den KreisKurier (Lüdinghausen) und die Dreingau-Zeitung (Dreinsteinfurt) an die Zeitungsverlegerin Britta Altmeppen-Rekers. Diese gibt „mit ihrem tief im Münsterland verwurzelten Familienunternehmen” (Verlags O-Ton) in Rheine in vierter Generation inzwischen konkurrenzlos die Münsterländische Volkszeitung heraus (Auflage laut IVW 18.233 Exemplare).
Aus Rheine hatte sich Lensing schon Ende 2012 zurückgezogen. Die Münsterländische Volkszeitung bezieht den Mantel für ihre Zeitung von den Westfälischen Nachrichten. Die Emsdettener Volkszeitung soll allerdings bis auf weiteres wie bisher mit dem Mantel der Dortmunder Ruhrnachrichten erscheinen.

fbi

http://www.dju-muensterland.de/

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Verbindliche Regeln zur KI erforderlich

Klare Regeln für den den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) fordern Schauspieler*innen, Schriftsteller*innen oder Journalisten*innen immer drängender. In der Reihe "DGB-Dialog Künstliche Intelligenz" ging es am 22. Februar um "Alles Fake?! KI in Medien und Kultur“. Mittlerweile werde die generative KI so mächtig, dass sie Teile menschlicher Arbeit tatsächlich ersetzen könne, hieß es in der Diskussion. 
mehr »

Neue Studie: Hass im Netz nimmt zu

„Der Hass ist laut, der Rückzug hingegen ist leise. Damit gefährdet Hass im Netz die Meinungsvielfalt im öffentlichen Raum. Er bedroht unseren demokratischen Diskurs.“ So die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz, die im Wahljahr 2024 besonders aufrütteln. Denn es sind insbesondere Rechtsextreme, „die auf Social-Media-Plattformen massiv mobilisieren sowie Hass und Desinformation teils gezielt als Instrument der Einschüchterung verbreiten.“
mehr »

Für Pressefreiheit entschieden eintreten

In der Nacht vom Freitag zum Samstag blockierten etwa 70 Demonstranten die Zufahrten zum Presseverteilzentrum der Firma 4Press in Hamburg-Rahlstedt. Die Männer – offenbar aus der Querdenker-Szene – wollten die Auslieferung von Zeitungen verhindern, da ihnen deren Berichterstattung nicht passte. Nach zweieinhalb Stunden konnten die Fahrzeuge für die Zeitungsauslieferung wieder rollen. Es kam zu keinen nennenswerten Verspätungen. ver.di bewertet diese Aktion als Angriff auf die Pressefreiheit und ruft auf, sie zu verteidigen.
mehr »

Spitze Zielgruppen bei Wirtschaftspodcasts

Wirtschaftspodcasts auf Spotify und in der ARD Audiothek sind thematisch breit gefächert. Aber nur in seltenen Fällen werden die Zuhörer*innen darin als Verbraucher*innen oder Arbeitnehmer*innen angesprochen. Überwiegend werden sie individuell in der Rolle als Unternehmer*in, Konsument*in oder Investor*in adressiert. Das ist einer der zentralen Befunde der Studie von Janine Greyer-Stock und Dr. Julia Lück-Benzim im aktuellen Arbeitsheft der Otto Brenner Stiftung (OBS).
mehr »