Springer im Umbau

Vor allem steigende Gewinne im Digitalbereich

In der Belegschaft von Axel Springer herrscht Unruhe. Wie radikal wird der angekündigte Unternehmensumbau ausfallen? Wird das Printgeschäft verkauft oder nur neu geordnet? Steht das Haus vor einer ­Entlassungswelle? Der Vorstand um Mathias Döpfner verteilt Beruhigungspillen. Aber Belegschaft und Betriebsräte fürchten mehr denn je, dass die digitale Transformation auf ihre Kosten geht.

Der Axel Springer Verlag in Berlin mit den Redaktionen Welt und Bild
Foto: Axel Springer Verlag

Die Bilanz für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2017 fiel positiv aus. 13 Prozent Gewinnsteigerung auf gut 473 Millionen Euro können sich sehen lassen. Zu diesem guten Ergebnis trug erneut vor allem das digitale Geschäft mit Kleinanzeigen im Netz bei. Steigende Gewinne und Umsätze werden auch bei den Bezahlangeboten registriert, vor allem bei Bild und dem Nachrichtenportal Business Insider. Aber nicht alles ist Gold, was glänzt. Nach wie vor leidet Springer im Printbereich wie die gesamte Branche unter strukturellen Auflagenrückgängen. Bei der Bild-Gruppe nimmt der Schwund geradezu galoppierende Züge an. Laut IVW-Analyse sank die verkaufte Auflage der Bild (inklusive Fußball Bild) innerhalb eines Jahres bis Ende des 3. Quartals 2017 um 10,5 Prozent auf jetzt noch 1,6 Millionen Exemplare. Noch vor sieben Jahren lag die Auflage etwa doppelt so hoch. Noch schlechter erging es der Bild am Sonntag: Sie verlor sogar 11 Prozent und fiel mit knapp 885.000 verkauften Exemplaren deutlich unter die Ein-Millionen-Marke. Dennoch bleibt die Bild-Gruppe weiterhin hochprofitabel. Dazu tragen nicht zuletzt die rund 370.000 Abonnenten (Abopreis: rund fünf Euro im Monat) des vor zwei Jahren eingeführten Paid-Content-Angebots Bild Plus bei. Zahlen, die im Kontext einer im September angekündigten Verlagsreform an Brisanz gewinnen.

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Crowdworker sollten aktiv mitbestimmen

Mechanical Turk, Upwork oder in Deutschland Content.de, Testbirds, Crowd Guru: Crowdworking-Plattformen sind Teil der sogenannten Plattform-Ökonomie. Von der Arbeit auf Uber, Airbnb oder bei Lieferdiensten wie Foodora grenze sich Crowdworking dadurch ab, dass die Abwicklung des Auftrags komplett online erfolge und ein digitales Ergebnis habe, definierte Prof. Dr. Hans Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universität München auf einer Tagung von ver.di und IG Metall in Berlin.
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Nah am Geschehen

Er mag seinen Job sehr. Das merkt man am Enthusiasmus, mit dem Caspar Sachsse über ihn spricht: „Es gibt immer Abwechslung, ich reise viel, halte mich dabei selten länger an einem Fleck auf und ich sehe unübliche Orte. Ich war schon mal in einer Ketchup-Fabrik, wer kann das schon von sich sagen?“ Das merkt man aber auch am Eifer, mit dem er über das Drumherum spricht: „Ich erwarte mehr Verständnis von Politik und Behörden, dass unser Status endlich als solcher akzeptiert wird und die Rahmenbedingungen sich ändern!“
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Spiel mit den Worten

„Voller Aufregung ob des nahenden Abenteuers erreichte ich den Hafen. Der Kapitän war noch nicht eingetroffen, also genoss ich die kühle Luft an Deck.“ So beginnt die Reise eines Entdeckers im Computerspiel „The Curious Expedition“, in dem man als illustre Figur der Geschichte fremde Regionen entdeckt und allerlei Abenteuer erlebt. Das Spiel des Entwicklers Maschinen-Mensch erschien vor zwei Jahren zuerst in englischer Sprache. Dafür gesorgt, dass auch deutschsprachige Spielende in Entdeckerlaune kommen, hat Iris Schäfer.
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Der Wert der Bilder

Der Erfolg eines Unternehmens hängt, nicht nur im Internet, sondern auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und anderen Plattformen, vor allem von einem guten Bild ab. Reichweite, Page-Impressions, Visits, Klicks, Follower, Freunde bestimmen den „Wert“ einer Website, eines Blogs, des Auftritts eines Mediums oder eines Unternehmens in den Sozialen Medien, generieren Werbeeinnahmen, sind eine Rechtfertigung für die Kosten bei „Paid Content“. Professionelle Fotografen tragen mit ihrer Arbeit den Hauptteil zu journalistischem wie gewerblichem visuellen Content bei.
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