Schon entdeckt? Grenzenlos

Seit 1998 informiert das Fernsehmagazin Grenzenlos in bislang über 70 Sendungen alle zwei Monate auf Sport 1 (früher DSF) über barrierefreie Reiseziele und Freizeitmöglichkeiten. Für Urlauber mit Handicap und ihre Partner, aber auch für die Generation 60+ reicht die Palette vom barrierefreien Urlaub in reizvollen deutschen Regionen bis hin zum Abenteuertrip in ferne Länder – verbunden mit gesundheitlicher Prävention.


grenzenlos Fernsehmagazin
So geht es für Rollstuhlfahrer mit dem Hausboot über brandenburgische Gewässer, fahren Blinde im Tandem Rad, erleben Gehörlose eine Gebärdenführung. In der aktuellen Ausgabe am 19. Mai steht die Kunst- und Kulturlandschaft „Nationalpark Berchtesgaden“ u.a. mit einer Salzreise auf Soleleitungswegen im Mittelpunkt. Wiederholt werden die Sendungen auf Kabel 1 und in regionalen Fenstern.

„Mit unserer inhaltlichen Ausrichtung sind wir europaweit einzigartig“, erklärt der Münchner Filmproduzent Hermann Hoebel. Der Ursprung des Magazins lässt sich auf den Sendeplatz zurückverfolgen, den die Arbeitsgemeinschaft Behinderte und Medien (abm) vor zwei Jahrzehnten im aufkommenden Privatfernsehen bekam. Neue Zielgruppen waren zu erschließen, die bayrische Landesregierung förderte. Bis heute ist der abm-Leiter Dr. Peter Radtke, Rollstuhlfahrer mit Glasknochenkrankheit, im Grenzenlos-Redaktionsteam. Auch Johann Kreiter, Reisefachmann für die Fördergemeinschaft Querschnittsgelähmter, und Anita Read, ehemalige bayrische Behindertenbeauftragte, gehören dazu.
Was wollen Reisende, welche Bedürfnisse haben sie? Darüber wird bei der Themenfindung gesprochen und über ein Netzwerk von Behindertenverbänden und engagierten kleinen touristischen Veranstaltern recherchiert. Inzwischen existiert eine Vielzahl interessanter Angebote – „wir sehen einen mit der demografischen Entwicklung einhergehenden gesellschaftlichen Wandel, neue Denkansätze und Lösungen für eine barrierefreie Umwelt“, konstatiert Hoebel.
Als verantwortlicher Redakteur setzt Hoebel auf ein Team freier Mitarbeiter. Kamera- und Tonleute, Cutter und Sprecher arbeiten schon jahrelang zusammen, entwickelten gemeinsam die Bildsprache für die anspruchsvollen Filme. Zehn bis zwölf Tage wird gedreht, nochmal solange dauert der Schnitt. Vier halbstündige Filme entstehen pro Jahr, zwei Sendungen kommen mit Tipps und Diskussionen direkt aus dem Studio, moderiert von der Rollstuhlfahrerin Zuhal Soyhan, Absolventin der Deutschen Journalistenschule – „als talentierte Talkerin ein Glücksfall für unser Magazin“, so Hoebel. Nach wie vor ist die Finanzierung für ihn eine Herausforderung. Ein Drittel steuert die Bayrische Filmförderung bei, zehn bis 20 Prozent seine Produktionsfirma, den Rest bringen die Regionen auf. „Guter Wille ist da, aber Geld knapp.“

www.grenzenlos.tv

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Schon entdeckt? Reportagen

In dem Schweizer Magazin „Reportagen“ gibt es Reportagen zu lesen, und zwar nur Reportagen. Das funktioniert, besonders bei den Jüngeren. „Reportagen“ ist das einzige deutschsprachige Magazin, das sich ausschließlich auf diese Königsdisziplin des Journalismus fokussiert. Es fühlt sich an wie ein Buch – es sieht auch ein bisschen so aus – griffiges Hardcover im DIN-A-5-Format. Auf dem Cover ist kein großformatiges Foto, sondern Text, das Inhaltsverzeichnis. Auch im Inneren gibt es keine Fotos, sondern nur Zeichnungen und Illustrationen.
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Engagierter Gewerkschafter und Philosoph

Dieter Brumm, geboren 1929 in Wentorf als Sohn einer bayerischen Beamtentochter und eines Hamburger Kaufmanns, ist am 21. August 2020 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. 
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Wortbruch bei Verhandlungen

Bei der Deutschen Welle (DW) stehen die Zeichen nach gescheiterten Tarifverhandlungen auf Sturm. Anfang September prangerten insgesamt 140 Beschäftigte der DW in Berlin und Bonn jeweils in einer aktiven Mittagspause den „Wortbruch“ der Geschäftsleitung an.
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Ein Juwel in ver.di

Das denkmalgeschützte Gebäude im Stil der Neuen Sachlichkeit in der Berliner Dudenstraße ist schon für sich ein Hingucker. Hinter den großen Frontscheiben im Erdgeschoss lädt seit nunmehr 25 Jahren die deutschlandweit einmalige ver.di-MedienGalerie zu spannenden Ausstellungsbesuchen ein. Ganzjährig werden wechselnde Schauen gezeigt, so dass man im Jubiläumsjahr auf fast 150 Ausstellungen zurückblicken kann – eine stolze Leistung angesichts des durchgehenden Prinzips der Ehrenamtlichkeit.
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