Erneuter Warnstreik bei Computer Bild

Am 29. April begann eine weiterer zweitägiger Warnstreik der Computer Bild-Beschäftigten in Hamburg.
Foto: Lars Hansen

Wer nicht verhandeln will, muss fühlen: Die Beschäftigten der Springer-Tochter Computer Bild sind nach einem zweitägigen Ausstand im März jetzt neuerlich für zwei Tage im Warnstreik, um ihrer Forderung nach einem anständigen Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen. In einer Feiertagswoche trifft das den Arbeitgeber noch ein bisschen härter als sonst, so kalkulieren die Streikenden.

Die Auseinandersetzung bei Computer-Bild währt nun schon etwas über ein Jahr. Die tariflos beschäftigten Kolleginnen und Kollegen bei Computer-Bild sind es leid, alle zwei Wochen ein hervorragendes Produkt an die Kioske und ins Netz zu bringen und dafür vom Verlag mit Hungergehältern abgespeist zu werden. Sie fordern einen Haustarifvertrag.

Zum Auftakt legte die Verlagsleitung ein Angebot vor, dass die Arbeitnehmer*innen nicht akzeptieren konnten: „Darin sollte festgeschrieben werden, dass die Beschäftigten noch schlechter entlohnt werden als in einigen  tariflosen Springer-Töchtern“, sagt Martin Dieckmann, Fachbereichsleiter Medien, Kunst und Kultur im ver.di-Landesbezirk Nord. „An dem Angebot hat sich bisher nicht viel geändert, außer, dass noch eine kleine Einmahlzahlung dazu geboten wurde.“

Mit dem am 29. April gestarteten Warnstreik soll die Arbeitgeberseite dazu bewegt werden, sich zu bewegen. „Die Kampfbereitschaft in der Belegschaft ist groß“, sagt Martin Dieckmann. „ob dies der letzte Warnstreik war, liegt jetzt an den Verlegern.“

nach oben

weiterlesen

Mumia Abu Jamal an Corona erkrankt?

Die Nachricht über die akute Bedrohung für die Gesundheit des seit 1981 inhaftieren US-Journalisten erreichte in den letzten Tagen Solidaritätsgruppen in aller Welt. Sie fürchten um das Leben des 66-Jähigen, der wegen zahlreicher Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehört. Der Aktivist der Black-Panther-Party wurde wegen der angeblichen Ermordung eines Polizisten zum Tode verurteilt. 2011 hat ein Bundesgericht die Strafe in lebenslange Haft ohne Revisionsmöglichkeit umgewandelt.
mehr »

Guter Film braucht einen guten Ton

Die Klage ist vermutlich so alt wie das Fernsehen: Viele Zuschauer haben bei Filmen und Serien Probleme, den Dialogen zu folgen. Das hat auch mit dem Alter zu tun; ARD und ZDF bekommen vermutlich mehr solche Beschwerden als zum Beispiel ProSieben. Seit einiger Zeit nun versuchen verschiedene ARD-Sender im Rahmen von Pilotprojekten, die Sprachverständlichkeit des Fernsehens zu verbessern. Die Ursache liegt jedoch tiefer: Der Ton ist seit Jahrzehnten das Stiefkind der Filmproduktion.
mehr »

Buchtipp: Sprache in den Medien

Seit Jahrhunderten wird den Zeitungen eine Verhunzung der deutschen Sprache vorgeworfen. Zeitungsschreiber seien als „Sudler“ für alle nur erdenklichen Sprachverhunzungen verantwortlich. Das Zitat stammt vom 1860 verstorbenen Philosophen Arthur Schopenhauer. Schon 1643 geißelte der Arzt und Dichter Christoph Schorer aus Memmingen die „Sprachverderber“, weil sie so viele französische und lateinische Vokabeln verwendeten.
mehr »

RBB: Neuer Anstrich ohne Vorwarnung

Die Ankündigung kam ohne Vorwarnung. Am 15. Februar erhielten die Redaktionen des RBB-Vorabendprogramms die Hiobsbotschaft: Zum Jahreswechsel 2021/22, so teilte Torsten Amarell, Leiter der so genannten „Contentbox Gesellschaft im RBB“ den konsternierten Mitarbeiter*innen mit, bekomme der Vorabend einen komplett neuen Anstrich. Die bewährten Sendungen „rbb um 6“ und „zibb -zuhause in Berlin und Brandenburg“ werden gestrichen. An ihre Stelle treten „90 Minuten live mit Nachrichten, Ratgeber und einem neuen Talk“.
mehr »