Gesprächsbereit

Haustarifverhandlungen für Nordwest-Zeitung in Sicht

Die Geschäftsführung der Nordwest-Zeitung (NWZ) in Oldenburg hat sich nunmehr bereit erklärt, am 17. November mit ver.di und dem DJV über einen Haustarifvertrag zu sprechen.


Ende Juli war die NWZ mit Verlag und Servicegesellschaft aus der Tarifbindung in den OT-Status ausgeschert und hatte Haustarifverhandlungen mit den Gewerkschaften trotz mehrmaliger Aufforderung abgelehnt. Die NWZ verlangt schlechtere Konditionen für Neueinsteiger einschließlich der bisher als Leiharbeiter beschäftigten Kollegen. Sie will damit im Betrieb durchsetzen, was die Gewerkschaften in der jüngsten Flächentarifrunde der Zeitungsredakteurinnen und -Redakteure abgewehrt hatten. Auch die niedersächsischen Verleger hatten einen Abschluss ohne Tarifvertrag 2 letztlich akzeptiert.
Die Geschäftsführung der NWZ hat bisher ausschließlich auf Verhandlungen mit dem Betriebsrat über eine Betriebsvereinbarung zur Vergütungsstruktur gesetzt, wie sie als Ersatzregelung in tariflosen Betrieben rechtlich möglich ist. Darüber gab es aber keine Einigung mit dem Betriebsrat.
Das Verlangen nach einem Haustarif hatte sich im Oktober in der von einer deutlichen Mehrheit aller Beschäftigten getragenen Unterschriftenaktion gezeigt. Nach einer Betriebsversammlung am 2. November, in der viele Beschäftigte aus Verlag und Redaktion in engagierten Redebeiträgen die Aufnahme von Tarifverhandlungen über faire Tarifbedingungen auch für Neueingestellte forderten, lenkte die Geschäftsführung ein.

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Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Deutsche Welle: Ohne Tarif nach Kiew

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Die „Kieler Nachrichten“ wollen ein neues Honorarsystem für ihre freien Mitarbeiter*innen einführen. Danach sollen die Freien künftig nach einem „Baukasten-System“ entlohnt werden. Im Vergleich zu bisherigen Regelungen bedeute das für die Freien generell eine Reduzierung ihrer Honorare, schätzen die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der DJV Schleswig-Holstein diese kritikwürdigen Pläne ein.
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