Kein Tarifvertrag für Filmemacher

BERLIN. Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und den Vertretern der Film- und Fernsehproduzenten sind Anfang Februar nach elf Monaten gescheitert. Die Arbeitgeber hatten ein Einfrieren der Gagen für die rund 10.000 auf Produktionsdauer beschäftigten Film- und Fernsehschaffenden in Deutschland über drei Jahre zur Bedingung für einen Tarifabschluss gemacht.

Das war nicht akzeptabel. Denn „ohne eine angemessene Gagensteigerung sind weitere Verhandlungen sinnlos“, so ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.

Nach dem Willen der Arbeitgeber sollten die Kosten für die Einführung von Arbeitszeitkonten durch annähernd halbierte Mehrarbeitszuschläge auf die Beschäftigten abgewälzt werden. ver.di hatte dagegen vorgeschlagen, die Folgen der Hartz-Gesetze – Verlust des Anspruches auf Arbeitslosengeld I in produktionsfreien Zeiten – durch Arbeitszeitkonten abzumildern. Nach drei Jahren der Stagnation fordert ver.di eine über mehrere Jahre gestreckte Steigerung der Gagen um 10 Prozent.

nach oben

weiterlesen

Neuer Tarifvertrag für Filmschaffende

Nach fünfmonatigen Verhandlungen gibt es einen Tarifabschluss für die rund 25.000 Filmschaffenden in Deutschland, der ab September gilt. Die ver.di FilmUnion erreichte gemeinsam mit der Schauspielgewerkschaft BFFS in Verhandlungen mit der Produzentenallianz Verbesserungen bei Arbeitszeiten, Freizeitphasen während der Dreharbeiten, Zuschlägen am Wochenende und bessere Bedingungen für Arbeitsverträge von Schauspieler*innen. Außerdem soll ab September über die Erhöhung der Gagen verhandelt werden.
mehr »

Höhere Ausschüttung bei VG Bild-Kunst

Trotz der Pandemie konnte die VG Bild-Kunst im Geschäftsjahr 2020 ein außergewöhnlich positives Ergebnis erzielen. Auch die Ausschüttung an ihre Berechtigten im In- und Ausland konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden, teilte die Verwertungsgesellschaft mit. Die Gesamterlöse der VG Bild-Kunst beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 109,7 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2019 wurden 61,2 Millionen Euro und 2018 56,3 Millionen Euro erzielt.
mehr »

Mehr Sichtbarkeit für Dokumentarfilm

Wer sich für Dokumentarfilme abseits des Mainstreams interessiert, wurde bislang vor allem auf Festivals fündig. Eine Gruppe von Menschen aus der Filmbranche hat sich nun zusammengeschlossen, um die Produktionen langfristig zugänglich zu machen. Mit der Plattform Docfilm42 wollen sie unabhängigen Dokumentarfilmen zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. Dabei setzen sie auf die Zusammenarbeit mit Kinos und Streamingdiensten – und auf ein aktives Publikum.
mehr »

RBB-Freie: „Ohne uns wird‘s langweilig“

Am Tag der Arbeit demonstrierten mehr als 300 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Berliner Masurenallee vor dem Sendezentrum des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Denn sie wollen ihre Arbeit behalten, sie wollen Bestandsschutz, faire Honorare und Respekt für ihren qualifizierten Beitrag zum Programm der Zwei-Länder-Anstalt, die mal wieder den Rotstift ansetzt. Ganze Sendeformate sollen wegfallen. 75 Freien der Sendung „ZiBB“ wurde bereits das Ende ihrer Mitarbeit angekündigt.
mehr »