Sat.1-Beschäftigte streiken für Tarifvertrag

Die Berliner Beschäftigten der ProSiebenSat.1-Gruppe sind am 20. Januar in einen 36stündigen Streik getreten – ein Novum in der Geschichte des Privatfernsehens.

ver.di und DJV hatten zu dem Ausstand aufgerufen, um der Forderung nach einem Sozialtarifvertrag für den Umzug der von Sat.1 nach München Nachdruck zu verleihen. Nach Angaben des Betriebsrates haben von den etwa 600 Beschäftigten in Berlin an beiden Tagen jeweils noch maximal 50 gearbeitet. Verschiedene Sendungen waren nicht zuletzt in der Aktualität beeinträchtigt. Der Vorstand der Senderkette lehnt bisher kategorisch Verhandlungen mit den Gewerkschaften ab. Die Verhandlung mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan war am 16. Januar ergebnislos abgebrochen worden.
Seit 4. Februar liegen die Vorschläge der Arbeitnehmervertreter wieder auf dem Tisch.  Kernforderungen von ver.di und DJV sind Beschäftigungssicherung für 5 Jahre und ein Moratorium für die Umzugsmaßnahmen.

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