Süddeutsche stellt Pauschalisten ein

Die „Süddeutsche Zeitung“ stelle zahlreiche Pauschalisten fest an, berichtet die „Tageszeitung“. Zuerst sollen demnach Freie am Online-Newsdesk fest beschäftigt werden. Dort seien bisher nach taz-Recherchen allein 50 Prozent der Redakteure als Pauschalisten tätig. Sie arbeiteten aber überwiegend nach Dienstplänen wie Festangestellte und hätten keine anderen Auftraggeber. Nun sollen vorrangig „alle, die bisher in Schichten gearbeitet haben, als Redakteure angestellt werden“, schreibt die taz.

In dem Bericht wird ein Zusammenhang zum Referentenentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium vom vergangen November hergestellt, mit dem Andrea Nahles die Kriterien für Scheinselbständigkeit gesetzlich enger fassen will.

M hatte in den letzten Wochen schon mehrfach von Verlagsaktivitäten berichtet, bisherige Pauschalisten in den Redaktionen fest anzustellen – teilweise, wie im Kölner DuMont-Haus, zu sehr schlechten Konditionen. Bei der Funke-Mediengruppe lösten Kontrollen auf Schwarzarbeit durch den Zoll aus, dass Pauschalistenvereinbarungen auf den Prüfstand kommen.

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Die Rundfunkpolitik ist jetzt am Zug

Aufatmen – der Rundfunkbeitrag ist verfassungskonform! Damit haben die obersten Richterinnen und Richter in Karlsruhe ein weiteres Mal dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Rücken gestärkt. Denn eine sichere Finanzierung ist und bleibt das Fundament jeder guten Arbeit. Das wurde vom Bundesverfassungsgericht mit einer neuen Argumentation für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk untermauert.
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Hamburg: Warnstreik bei Computer Bild

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