Süddeutsche stellt Pauschalisten ein

Die „Süddeutsche Zeitung“ stelle zahlreiche Pauschalisten fest an, berichtet die „Tageszeitung“. Zuerst sollen demnach Freie am Online-Newsdesk fest beschäftigt werden. Dort seien bisher nach taz-Recherchen allein 50 Prozent der Redakteure als Pauschalisten tätig. Sie arbeiteten aber überwiegend nach Dienstplänen wie Festangestellte und hätten keine anderen Auftraggeber. Nun sollen vorrangig „alle, die bisher in Schichten gearbeitet haben, als Redakteure angestellt werden“, schreibt die taz.

In dem Bericht wird ein Zusammenhang zum Referentenentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium vom vergangen November hergestellt, mit dem Andrea Nahles die Kriterien für Scheinselbständigkeit gesetzlich enger fassen will.

M hatte in den letzten Wochen schon mehrfach von Verlagsaktivitäten berichtet, bisherige Pauschalisten in den Redaktionen fest anzustellen – teilweise, wie im Kölner DuMont-Haus, zu sehr schlechten Konditionen. Bei der Funke-Mediengruppe lösten Kontrollen auf Schwarzarbeit durch den Zoll aus, dass Pauschalistenvereinbarungen auf den Prüfstand kommen.

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Ein „Klima vor 8“ oder vielleicht mehr ARTE?

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Schnüffeln mit schwer kalkulierbaren Folgen

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Fair und transparent im digitalen Wahlkampf

Ein Bündnis aus 21 zivilgesellschaftlichen Organisationen drängt auf einen Verhaltenskodex für den digitalen Bundestagswahlkampf 2021. „Campaign Watch“ fordert von allen demokratischen Parteien: volle Transparenz, umfassenden Grundrechtsschutz, keine Desinformation und keine digitale Gewalt. Dr. Julian Jaursch, Projektleiter „Stärkung digitaler Öffentlichkeit“ bei der Stiftung Neue Verantwortung (SNV), zu den Vorschlägen für einen demokratischen und fairen Digitalwahlkampf.
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