Tarifabschluss im Buchhandel Baden-Württemberg

STUTTGART. Nach zähem Ringen verständigten sich ver.di und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Baden-Württemberg in der dritten Verhandlungsrunde auf gleich drei neue Tarifverträge für die Zeitschriften- und Buchverlage.

So erhalten Vollzeitbeschäftigte für den Zeit­raum 1. Mai 2005 bis 30. April 2006 eine Einmalzahlung von 280 Euro. Auszubildende erhalten im Januar 2006 75 Euro. Ab 1. Mai 2006 werden die Gehälter um 1 Prozent linear erhöht. Laufzeit bis 30. April 2007. Der Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag wird ebenfalls bis zum 30. April 2007 verlängert.

Der Manteltarifvertrag wird mit einer wesentlichen Änderung nahtlos zum 1. Januar 2006 wieder in Kraft gesetzt. Für den Erhalt der 37-Stunden-Woche, der zusätzlichen Leistungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld), den Erhalt des Geltungsbereichs für alle Arbeitnehmerinnen und ­Arbeitnehmer, unveränderter längerer Kündigungsfristen und der Freistellungstage aus persönlichen Gründen mussten Kürzungen bei den Zuschlägen für Mehr-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit zugestanden werden. „Der Abschluss ist ein Erfolg für die Beschäftigten und vor allem der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, die klar und deutlich die Ablehnung der Arbeitgeberforderungen zum Ausdruck brachten“, bewertete ver.di-Verhandlungsführer Rudi Munz das Ergebnis.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

UCI gibt im Tarifkonflikt nach

Nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die United Cinemas International (UCI) im Tarifkonflikt in der dritten Verhandlungsrunde auf ein umfassendes Tarifergebnis verständigt. „Damit sind weitere Streiks in den UCI-Kinos vorerst abgewendet“, so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn.
mehr »

Kino-Streiks zur Berlinale wirken 

Die Streiks während der Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale) haben Bewegung in die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kinobetreiber CineStar gebracht. „Die Verhandlungen heute fanden in einer spürbar konstruktiveren Atmosphäre statt als beim letzten Mal“, so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn bei der soeben beendeten zweiten Tarifverhandlungsrunde in Berlin.
mehr »

ver.di will Anhebung der Niedriglöhne im Kino

Kein Lohn unter 16 Euro, so lautet die zentrale Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in der aktuellen Tarifauseinandersetzung der Kinobranche. Ziel ist es, für die rund 2.500 Kinobeschäftigten sozial gerechte und existenzsichernde Einkommen zu erreichen, deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn.
mehr »

Gehaltserhöhung bei dpa gefordert

Für die Nachrichtenagentur dpa, ihre Landesbüros und die dpa-Tochterunternehmen im zentralen Newsroom in Berlin haben die Tarifverhandlungen am 15. Januar begonnen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert in den zusammen mit dem DJV aufgenommen Verhandlungen eine einheitliche Erhöhung aller Gehälter um einen Festbetrag von 350 Euro im Monat.
mehr »