Tarife: Gehälter bei Agenturen steigen

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Foto: pixabay

Tarifeinigung bei Agence France Presse: In der dritten Verhandlung am 2. März 2020 einigten sich die Gewerkschaften ver.di und DJV mit der AFP-Geschäftsführung zügig auf neue Gehalts- und Manteltarifregelungen. Die bisherigen Tarifverträge waren zu Ende Februar von Arbeitgeberseite gekündigt worden. Die vorläufige Einigung wird nun mit den Gewerkschaftsmitgliedern beraten. Auch für die Agentur Thomson Reuters gibt es neue Gehaltstarifregelungen.

Bei der Agence France-Presse GmbH in Berlin konnten Verbesserungen in der Bezahlung vereinbart werden. So soll es ab 1. April lineare Gehaltserhöhungen um 2 Prozent geben. Außerdem werden als Kompensation für die Leermonate zu Jahresbeginn Einmalzahlungen von je 295 Euro – für Teilzeitbeschäftigte anteilig – mit den Gehaltsabrechnungen im März und April fällig. Die unteren Berufsgruppen werden zusätzlich angehoben. So steigt das Entgelt in Tarifgruppe II, gültig für das erste bis dritte Berufsjahr, von 3219,00 auf 3450,00 Euro, ein Plus von 7,18 Prozent. Die Steigerung in Tarifgruppe III (4. bis 6.vollendetes Berufsjahr) von 3638,50 auf 3800,00 Euro bedeutet 4,44 Prozent Zuwachs.

Gleichzeitig mussten Verschlechterungen in der Eingruppierung für zukünftige Neueinstellungen in Kauf genommen werden: Danach verbleiben Berufsanfängerinnen und -anfänger künftig volle drei Jahre in der Tarifgruppe II. Niedrigere Einstufungen könnten auch bei externen Neueinstellungen von Korrespondent*innen zum Tragen kommen. Für alle bereits jetzt Beschäftigten gilt dagegen ein Bestandsschutz.

Der neue Gehaltstarifvertrag soll rückwirkend ab dem 1. Januar 2020 gelten und erstmals zum 31. März 2021 kündbar sein. Für den Manteltarifvertrag ist eine Laufzeit bis 31. März 2022 vorgesehen.

Nach Angabe von ver.di-Verhandler Jörg Reichel werde das Tarifangebot nun auf einer Betriebsversammlung vorgestellt und mit den Gewerkschaftsmitgliedern beraten. Diese entscheiden dann über Annahme oder Ablehnung. Mit der Geschäftsführung wurde eine Erklärungsfrist für beide Seiten bis 25. März vereinbart.

Abschluss bei Thomson Reuters

Einen neuen Haustarifvertrag gibt es auch bei der Nachrichtenagentur Thomson Reuters Germany GmbH. Die Beschäftigten haben mit großer Mehrheit für die Annahme der neuen Tarifregelung für 2020 gestimmt, die ihnen im Schnitt rund 3,6 Prozent Gehaltssteigerung sichert. Die Verhandlungen von dju in ver.di und dem DJV e.V. mit der Geschäftsführung fanden bereits am 14. Januar 2020 statt. Der Tarifabschluss sieht eine lineare Erhöhung der Gehälter um 2,3 Prozent vor. Hinzu kommen jährlich wiederkehrende Performance-Zulagen zwischen 350 und 1.400 Euro in den einzelnen Mitarbeitergruppen. Es ist eine Laufzeit von zwölf Monaten vorgesehen.

 

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