Tarifverhandlungen gescheitert

HAMBURG. Studio-Hamburg setzt als 100%ige Tochter vom Norddeutschen Rundfunk weiter auf Tarifflucht. Bei der letzten Tarifrunde im Mai konnte keine Einigung erzielt werden.

Die Geschäftsführung hielt an ihrem Modell fest, welches eine Absenkung der Einstiegsgehälter um durchschnittlich 15% vorsieht. Sie fordert die Abschaffung einer zeitlich vorgegebenen Stufenerhöhung der Gehälter, was in 6 Jahren nochmals 15% Einkommensabsenkung bedeuten würde. Alternativ sollten Einkommenssteigerungen nur durch ein bisher nicht näher definiertes Leistungsmodell erreicht werden können. ver.di zeigte deutliches Entgegengekommen. Zusätzlich zum flexiblen Entgeltsystem wurde für alle neuen KollegInnen eine anfängliche Gehaltsreduzierung von 10% angeboten. Zudem sollte die Übernahme von Auszubildenden für mindestens ein Jahr verbessert werden, indem sie niedriger eingruppiert werden.

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Novum: Tarifvertrag regelt Altersteilzeit

Erstmals gibt es beim Spiegel eine tarifliche Regelung zur Altersteilzeit: Die Gewerkschaften ver.di und der DJV haben mit dem Arbeitgeber einen entsprechenden Tarifvertrag ausgehandelt, der für alle Beschäftigten der Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG und der Der Spiegel GmbH & Co. KG gilt, also sowohl für Redakteur*innen als auch für die Verlagsangestellten.
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Soforthilfe für Soloselbstständige

Unbürokratische Hilfen für kleine Unternehmen und Soloselbstständige: Wer wegen der jetzt beschlossenen, neuerlichen Corona-Beschränkungen in der Kultur- und Veranstaltungsbranche Umsatzverluste erleidet, bekommt 75 Prozent der Einnahmeausfälle vom Bund ersetzt. Das bekräftigten die zuständigen Bundesminister und informierten am 29. Oktober zum Procedere.
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Tarifabschluss bei der Deutschen Welle

Nach einer monatelangen Hängepartie mit zähen Verhandlungen konnte in der Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Welle (DW) am Abend des 7. Oktober ein Abschluss über insgesamt 6,2 Prozent mehr Geld für 33 Monate erzielt werden. Nachdem die Verhandlungen in der fünften Runde gescheitert waren, kam es an den Standorten der DW in Bonn und Berlin zu Warnstreiks. Sie bewirkten offenbar, dass die Verhandlungen wiederaufgenommen wurden und nun zügig zu einem Ergebnis führten.
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In den meisten Branchen ist es eine Selbstverständlichkeit: Wer nachts arbeitet, bekommt auch Nachtzuschläge. Oft ist das in Tarifverträgen geregelt. Eine Branche versucht - trotz klarer rechtlicher Vorgaben - sich drumherum zu mogeln und wortreich Sonderregelungen für sich zu reklamieren: Zeitungsverlage wie der Aschendorff Verlag (Westfälische Nachrichten) in Münster. Das lassen sich nicht alle Zeitungsboten gefallen. Einer klagte jetzt erfolgreich auf Nachzahlung.
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