Tarifverhandlungen im Rundfunk: Enttäuschend

Ein Ende der bereits einige Wochen andauernden Gehalts- und Honorarrunde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist noch nicht in Sicht. Termine sind teils bis in den September avisiert und in einigen Sendern, etwa im SR, gab es noch gar kein Zusammentreffen der Tarifparteien.


Die Angebote der Sender in den ersten Verhandlungen ließen bei den Beschäftigten vor allem Enttäuschung zurück. Sie liegen mitunter deutlich unter dem Abschluss des Öffentlichen Dienstes der Länder. Dazu kommt das Streitthema betriebliche Altersversorgung. So will beispielsweise der BR durch Abschläge bei der Dynamisierung der Bezüge (Gehälter, Honorare und Renten) das Programm finanzieren. „Diese Vermischung ist nicht seriös! Es ist nicht Aufgabe der Beschäftigten, das Volumen und die Qualität des Programmes durch Lohnverzicht zu bezahlen! Wir weisen das Angebot des BR zurück! Unsere Forderungen bleiben unverändert bestehen!“, heißt es dazu in einer Tarifinformation der Gewerkschaften. Nur vage Äußerungen gab es vielerorts, zum Beispiel beim SWR, zur unbefristeten Übernahme von Azubis.
ver.di fordert für alle sechs Prozent mehr Geld – für fest Angestellte, Freie und sowie für die Bezieher von Betriebsrenten. Dabei sollte es senderindividuelle Komponenten wie zum Beispiel einen Sockelbetrag für Geringverdienende oder die Übernahme von Auszubildenden geben.

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Unsere Stärken auf allen Wegen ausspielen

Seit dem 1. Februar steht mit Katja Wildermuth erstmals eine Frau an der Spitze des Bayerischen Rundfunks (BR). Die neue Intendantin war zuvor Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk und blickt auf eine langjährige Fernsehkarriere beim MDR und NDR zurück. Die nun vierte amtierende Intendantin einer ARD-Anstalt beantwortete M Online kurz nach ihrem Amtsantritt Fragen zu Positionen, eigenen Vorhaben und aktuellen Debatten im öffentlich-rechlichen Rundfunk.
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RBB: Neuer Anstrich ohne Vorwarnung

Die Ankündigung kam ohne Vorwarnung. Am 15. Februar erhielten die Redaktionen des RBB-Vorabendprogramms die Hiobsbotschaft: Zum Jahreswechsel 2021/22, so teilte Torsten Amarell, Leiter der so genannten „Contentbox Gesellschaft im RBB“ den konsternierten Mitarbeiter*innen mit, bekomme der Vorabend einen komplett neuen Anstrich. Die bewährten Sendungen „rbb um 6“ und „zibb -zuhause in Berlin und Brandenburg“ werden gestrichen. An ihre Stelle treten „90 Minuten live mit Nachrichten, Ratgeber und einem neuen Talk“.
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Scharfe Kritik an Plänen zur Fusion von ARD und ZDF

Wenn es nach Teilen der Union geht, könnten ARD und ZDF bald zusammengelegt werden. Künftig solle es nur noch eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt geben, heißt es in einem Papier der Mittelstandsunion. Danach sollen die bisherigen Sender unter einem Dach fusionieren. „Mehrfachstrukturen entfallen“ und weniger Unterhaltung soll angeboten werden. Ver.di kritisierte den Vorschlag scharf, der von Lobbyinteressen geleitet sei.
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Mediale Streitkultur verbessern

„Deutschland spricht“ heißt die Plattform von Zeit online, die politisch konträr denkende Menschen zum Zwiegespräch zusammenbringt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich ganz bezaubernd mit einem Ex-Neonazi unterhalten kann“, so Chefredakteur Jochen Wegner auf der virtuellen Erlanger Medienethiktagung der DGPuK zum Thema „Streitkulturen“. Die engagierten Diskussionen kreisten um die Rolle von Streit in der Demokratie und wie Medien mit Polarisierungen in aktuellen Diskursen umgehen können.
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