Tipps für unständig Beschäftigte und kurzfristig Beschäftigte

Wie der Berliner Skandal zeigt, ist es fahrlässig, sich blind auf die Buchführung von Arbeitgebern, Krankenkassen und gesetzlicher Rentenversicherung zu verlassen. Bittere Konsequenz: Die Versicherten müssen ihre Renten- und Krankenversicherungsbeiträge selbst prüfen.

  • Selbst Buch über die Beschäftigungen führen
    Alle Beschäftigungen und das dafür gezahlte Honorar notieren.
  • Alle Belege sammeln
    Die Auftraggeber/Arbeitgeber müssen Einzelbelege oder Monatslisten über die Beschäftigung, den Verdienst und die gezahlten Sozialbeiträge erstellen und den Betroffenen zusenden. Diese Belege sollten – nach Monaten sortiert – aufbewahrt werden.
  • Fehlende Belege nachfordern
    Manchmal senden die Arbeitgeber Belege nur an die zuständige Krankenkasse, nicht jedoch an den Beschäftigten.
  • Gegebenenfalls jährlich rechtzeitig einen Beitragsausgleich beantragen
    Wenn die gezahlten Beiträge in einem Monat über der Beitragsbemessungsgrenze lagen, muss das zuviel Gezahlte den Beschäftigten und anteilsmäßig den Arbeitgebern erstattet werden. Bis vier Jahre danach besteht ein Rechtsanspruch darauf, aber auch danach tun es viele Krankenkassen noch.
  • Noch in diesem Jahr einen Rentenverlauf anfordern und mit der eigenen Beschäftigungshistorie vergleichen
    Ab dem kommenden Jahr schickt die Bundesversicherungsanstalt von sich aus an Versicherte über 40 Jahre einen „Rentenverlauf“, in dem die Versicherungszeiten und die Beitragshöhe aufgelistet sind. Es empfiehlt sich, den eigenen Rentenverlauf möglichst bald anzufordern, um vor diesem großen Ansturm nachzuprüfen, ob die Versicherungsmeldungen korrekt bei der BfA angekommen sind.
  • Rechtzeitig Einspruch gegen Rentenverlauf einlegen
    Wenn der Verdacht besteht, dass ein Rentenverlauf fehlerhaft ist, rechtzeitig Einspruch dagegen einlegen, damit der Verlauf keine Bestandskraft erhält. Einzelheiten dazu stehen in der Rechtsmittelbelehrung, die die BfA zusammen mit dem Rentenverlauf verschickt.
  • Auch, wer schon Rente bekommt, kann die Höhe noch korrigieren lassen.
  • Und zwar bis zu vier Jahre rückwirkend.

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Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Kieler Nachrichten reduzieren Honorare

Die „Kieler Nachrichten“ wollen ein neues Honorarsystem für ihre freien Mitarbeiter*innen einführen. Danach sollen die Freien künftig nach einem „Baukasten-System“ entlohnt werden. Im Vergleich zu bisherigen Regelungen bedeute das für die Freien generell eine Reduzierung ihrer Honorare, schätzen die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der DJV Schleswig-Holstein diese kritikwürdigen Pläne ein.
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SZ bezieht Onliner in Tarifbindung ein

Die „Süddeutsche Zeitung“ wird künftig den Flächentarifvertrag im Zuge der Zusammenführung von „SZ Print“ und „SZ Digitale Medien“ (SZDM) auch auf die weit über 100 Beschäftigten der Online-Redaktion ausweiten. ver.di begrüßt die Entscheidung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Das sei „das richtige Signal der Wertschätzung, wenn künftig auch die Onlinerinnen und Onliner von den tariflichen Standards profitieren sollen“, erklärte das für Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
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VG Wort: Ausschüttung im Juli gesichert

Die Hauptausschüttung für 2020 der Verwertungsgesellschaft Wort ist gesichert. Denn eine Mehrheit von rund 74 Prozent der Mitglieder hat schriftlich per Brief dem Jahresabschluss zugestimmt. Im Jahr 2020 hat die VG Wort 209,94 Millionen Euro aus Urheberrechten eingenommen. Im Vorjahr waren es 156,12 Millionen Euro. Das liegt an einer Nachzahlung für audiovisuelle Kopiergeräte in Höhe von rund 60 Millionen Euro für die Vorjahre.
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