Warnstreik bei CinemaxX in Berlin

In der Tarifauseinandersetzung bei der CinemaxX AG kam es am 1. April zu weiteren Warnstreiks. In Berlin war der größte Teil der rund 50 Beschäftigten aus dem Bereich Kasse, Einlasskontrolle, Süßwarenverkauf und Filmvorführung auf der Straße.

Warnstriek im CinemaxX Foto: Christian von Polentz
Warnstreik im CinemaxX
Foto: Christian von Polentz

Auch die vierte Verhandlungsrunde war am 21. März ohne Angebot der Arbeitgeber ausgegangen. Die Forderungen von ver.di liegen seit Dezember 2011 auf dem Tisch. Kern ist die sofortige Erhöhung der Stundenentgelte um 1 Euro und um weitere 10 Prozent im kommenden Jahr. Servicekräfte haben derzeit einen Stundenlohn von 8 €. Auch sollen zusätzliche Tätigkeiten in den Tarifvertrag aufgenommen und somit tariflich vergütet werden. Die Arbeitgeberseite macht ein Entgeltangebot ihrerseits davon abhängig, dass ver.di bereit ist, massive Verschlechterungen im Tarifvertrag hinzunehmen.
Stundenlöhne von 8 € für Servicekräfte sind alles andere als üppig. Die geforderte Erhöhung der Stundenlöhne zum Leben ist mehr als notwendig. Deshalb wehren sich die Beschäftigten, sie sagen: „Unsere Forderungen sind berechtigt und kein Aprilscherz!“ Weitere Warnstreiks sind für April angekündigt.
Die Hamburger Cinemaxx AG kann mit Blick auf 2011 trotz rückgängiger Besucherzahlen eine insgesamt positive Entwicklung verzeichnen. Das spiegelt sich in den besten operativen Ergebnissen der Unternehmensgeschichte wider. So weise das Unternehmen vorläufig ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 41,2 Mio. Euro aus. Nach vorläufigen Berechnungen werde sich 2011 ein Jahresüberschuss von 18,8 Mio. Euro gegenüber einem Jahresüberschuss von 28,2 Mio. im Vorjahr ergeben, heißt es im Filmecho.

nach oben

weiterlesen

TeleMadrid in Regierungshand

Seit Sommer herrscht bei TeleMadrid Personenkult pur. Der öffentliche Fernsehkanal der spanischen Hauptstadtregion folgt der Chefin der Regionalregierung Isabel Díaz Ayuso auf Schritt und Tritt. Da kann es schon mal vorkommen, dass etwa anlässlich der Verleihung eines Preises an sie in Italien, ein ganzes Team mitfliegt und das Studio, in dem der Sprecher die vermeintlichen Errungenschaften seiner Regierungschefin lobt, gleich mit vier riesigen Bildschirmen versehen ist, die alle unterschiedliche Bilder von Ayuso zeigen.
mehr »

Kinorebellen gründen Genossenschaft

„Rettet das Colosseum“ war die Losung, hinter der sich seit Schließung des traditionsreichen Lichtspielhauses an der hauptstädtischen Schönhauser Allee nicht nur frühere Beschäftigte, sondern auch eine breite Kiezöffentlichkeit versammeln. Um den zwangsweise verwaisten Kino- und Kulturstandort zu erhalten, mit neuem Konzept zu betreiben und ihn vor der Umwandlung in einen weiteren Bürokomplex zu schützen, hat sich jetzt die Genossenschaft „Colosseum – UnserKINO eG“ gegründet.
mehr »

Wolfsburg: Fotograf freigesprochen

Das Amtsgericht Wolfsburg sprach den Journalisten Pay Numrich vom Vorwurf frei, an der Blockade eines VW-Autozuges beteiligt gewesen zu sein. Im August 2019 hatten zahlreiche Aktivist*innen einen Zug mittels Ankett- und Kletteraktionen blockiert, um auf die Umweltzerstörung durch weitere Autoproduktion aufmerksam zu machen. Eine Polizistin hatte den angeklagten Journalisten als einen der Akteure vor Ort identifiziert. Das Gericht erließ einen Strafbefehl, dem widersprach Numrich. Es kam zur Verhandlung.
mehr »

RBB-Freie in Aktion: „Bloß nicht geizen“

„#Wirsindnichtda“ heißt die Aktion der RBB-Freien in der Woche vor der Bundestagswahl, zu der sich bereits über 360 Kolleg*innen eingetragen haben. Zum Auftakt gab es eine Demonstration vor dem RBB-Fernsehzentrum in der Masurenallee wie schon am 1. Mai zur Aktion „#FreiimMai“. Nach wie vor geht es vor allem um Beschäftigungs- und Honorarsicherung für die vielen freien Mitarbeiter*innen, ohne die ein gutes Programm beim RBB nicht möglich ist.
mehr »