Wir trauern um Hans Kleinsteuber

Die Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatten bei dem Paradigmenwechsel von der analogen zur digitalen Technik einen Begleiter und Lotsen, der ihnen den Weg wies: Professor Hans Kleinsteuber in Hamburg, der am 18. Februar gestorben ist.

Hans Kleinsteuber Foto: Christian von Polentz
Hans Kleinsteuber
Foto: Christian von Polentz

Viele Menschen in der ver.di-Fachgruppe Medien trauern um ihn. In Seminaren, auf Gewerkschaftstagen, auf gewerkschaftlichen Kongressen und in Arbeitsgruppen half er, das Neue zu verstehen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Mit seinem profunden Wissen um die internationalen Zusammenhänge und lokalen Auswirkungen des Wandels trug er dazu bei, Auswege und Lösungen für die gewerkschaftliche Arbeit in der neuen Medien- und Kommunikationswelt zu entwickeln. Er arbeitete als Fürsprecher und Verteidiger mit am Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Was ihn über seine fachliche Kompetenz hinaus auszeichnete, war seine klare Sichtweise auf den Wandel, die er rhetorisch brillant vermittelte. Er arbeitete an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und konkretem Verändern. Das machte ihn für die Mitglieder von ver.di so wertvoll. Wir sagen: Danke Hans Kleinsteuber für die freundliche Zusammenarbeit, für das Verstehen der Zusammenhänge und für die vielen guten Ratschläge im Labyrinth der digitalen Welt.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Faire Honorare für Filmvermittlung

Die AG Filmvermittlung legt erstmals einen Honorarrahmen für freischaffende Filmvermittler*innen vor und macht damit auch auf die prekäre Erwerbssituation in der Branche aufmerksam. Für die Honorare zieht der Verein den Basishonorarrechner Kultur von ver.di heran.
mehr »

ver.di übt Kritik an ZDF-Intendant

Der Vorgang der Ausladung der Musiker Igor Levit und Danger Dan aus der 100. Ausgabe des Satire-Magazins „Die Anstalt“ (Sendetermin am 21. Juli 2026) wirft große Wellen. Der Auftritt wurde durch eine kurzfristige Entscheidung des ZDF-Intendanten Norbert Himmler verhindert. Daran übt auch der ver.di-Bundesvorstand starke Kritik.
mehr »

Politische Ausladung: ZDF sagt Auftritt ab

Ein neues Lied von Igor Levit und Danger Dan heißt "Keine Angst" und erscheint zum 17. Juli 2026. Es handelt vom möglichen Widerstand gegen eine zunehmende politische und gesellschaftliche Faschisisierung, wie sie weltweit und auch in Deutschland zu beobachten ist. Ein Auftritt der Künstler mit dem Song sollte ebenfalls für die 100. Sendung von "Die Anstalt" aufgezeichnet werden, die am 21. Juli 2026 erscheint. Dann lud das ZDF Danger Dan und Igor Levit kurzfristig aus.
mehr »

RSF: Kritik an Reform der Nachrichtendienste

Die Bundesregierung möchte dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) deutlich mehr Befugnisse einräumen, das hat sie am 14. Juli 2026 in einer 700-seitigen Stellungnahme dargelegt. Der Schutz von Journalist*innen und ihren Quellen wird darin systematisch abgebaut, kritisiert Reporter ohne Grenzen (RSF). Und das ist nur ein Kritikpunkt an der Reform, die an anderer Stelle als "unanständig" kritisiert wurde.
mehr »