Mitarbeiter vom Kino „Marmorhaus“ werden nicht entlassen

Die 19 Kinobeschäftigten des Marmorhauses am Berliner Ku’damm behalten ihre Jobs, obwohl das Kino seit Januar geschlossen ist (siehe M 3/01).Nach starken Protesten der Beschäftigten, die auch von über 1000 Kinofreunden mit Unterschriften unterstützt wurden, konnten Gesamtbetriebsrat und örtlicher Betriebsrat der UFA Filmtheater GmbH am 20. März eine Betriebsvereinbarung zur Weiterbeschäftigung der Marmorhaus-Kollegen abschließen. Die Kündigungen wurden zurückgenommen. Die UFA wird noch in diesem Frühsommer ein Multiplex am Alexanderplatz eröffnen. Bereits beim Richtfest standen die Marmorhäusler vor dem Bauzaun und forderten lautstark ihre Arbeitsplätze ein. Diejenigen Kollegen, die nicht in den Kinoneubau umziehen wollen, erhalten eine zufriedenstellende Abfindung. Der Betriebsrat Marc-Oliver Renner resümiert: „Natürlich trauern wir unserem Kino noch nach, aber jetzt konnten wir wenigstens für alle Mitarbeiter die Folgen bestmöglich regeln und vor allem Kündigungen verhindern.“

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Rassismus in Redaktionen

Das Kitt Kollektiv hat 200 Menschen, die in Redaktionen arbeiten nach ihren Rassismuserfahrungen gefragt: 90 Prozent gaben an, ihn erlebt zu haben, erklärt Sarah Zaheer im Interview mit der taz. Journalismus in Deutschland hat ein Vielfaltsproblem - können einzelne Programme, die Medienhäuser und Organisationen inzwischen etabliert haben, das Problem tatsächlich verändern?
mehr »

Krasse Kürzungen bei ARD und ZDF

  Für 58 Cent bekommt man heutzutage beim Bäcker allenfalls ein Brötchen von gestern. Dennoch haben einige Bundesländer ARD und ZDF eine entsprechende Erhöhung der Rundfunkabgabe auf monatlich 18,94 Euro verweigert. Trotz einer Verfassungsbeschwerde der Sender wird der Beitrag erst 2027 steigen, und dann wohl nur um 28 Cent. Vor allem innerhalb der ARD muss daher noch mehr gespart werden. Das schließt auch einen weiteren Stellenabbau mit ein.
mehr »

Medien-NGOs im Visier der Rechten

In Deutschland nehmen die Angriffe auf zivilgesellschaftliche Organisationen zu – angefeuert von extrem rechten Akteur*innen aus Politik, Medien und PR. Ihre Diffamierungs- und Desinformationskampagnen zielen darauf, vor allem Nichtregierungsorganisationen, finanziell auszutrocknen. Damit gefährden sie auch die Arbeit demokratischer Medienprojekte.
mehr »

Filmtipp: Was haben wir gelacht

Der Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ mit Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blickt facettenreich, differenziert und  kurzweilig aus weiblicher Perspektive auf die Rolle der Frau in der Fernsehunterhaltung der Neunziger- und Nullerjahre. Eva Müller und Isabel Schneider dokumentieren mit Hilfe vieler Show-Ausschnitte, wie misogyn und homophob diese Zeit war.
mehr »