Mitarbeiter vom Kino „Marmorhaus“ werden nicht entlassen

Die 19 Kinobeschäftigten des Marmorhauses am Berliner Ku’damm behalten ihre Jobs, obwohl das Kino seit Januar geschlossen ist (siehe M 3/01).Nach starken Protesten der Beschäftigten, die auch von über 1000 Kinofreunden mit Unterschriften unterstützt wurden, konnten Gesamtbetriebsrat und örtlicher Betriebsrat der UFA Filmtheater GmbH am 20. März eine Betriebsvereinbarung zur Weiterbeschäftigung der Marmorhaus-Kollegen abschließen. Die Kündigungen wurden zurückgenommen. Die UFA wird noch in diesem Frühsommer ein Multiplex am Alexanderplatz eröffnen. Bereits beim Richtfest standen die Marmorhäusler vor dem Bauzaun und forderten lautstark ihre Arbeitsplätze ein. Diejenigen Kollegen, die nicht in den Kinoneubau umziehen wollen, erhalten eine zufriedenstellende Abfindung. Der Betriebsrat Marc-Oliver Renner resümiert: „Natürlich trauern wir unserem Kino noch nach, aber jetzt konnten wir wenigstens für alle Mitarbeiter die Folgen bestmöglich regeln und vor allem Kündigungen verhindern.“

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Filmtipp: Eine bessere Welt

Ein vorzüglich gespieltes ZDF-Drama beschreibt, wie eine junge Wissenschaftlerin nach einer TV-Talkshow über die Klimakrise, in der sie für eine Begrenzung des individuellen CO2-Ausstoßes plädiert, zum Freiwild erklärt wird. Aufgrund der Beleidigungen und Morddrohungen im Internet entwickelt die völlig unvorbereitete Forscherin einen regelrechten Verfolgungswahn. Dann werden ihre Ängste Wirklichkeit.
mehr »

„brandmelder“: Klima braucht Kontext

Am 16. März 2026 startet das Netzwerk Klimajournalismus mit „brandmelder“ ein neues Analyse- und Monitoringformat. Unter der Leitung von Klimajournalismus-Gründer Jürgen Döschner soll die derzeitige Klimaberichterstattung qualitativ beobachtet und Lücken geschlossen werden.
mehr »

Wenn Redakteurinnen streiken

Am 10. März blieben bei den Tageszeitungen Taz und nd – der Tag einige Seiten weiß. In beiden Redaktionen hatten sich Journalistinnen aber auch Lektorinnen und andere Mitarbeiterinnen am 9. März am  FLINTA* -Streik beteiligt und die Arbeit niedergelegt.
mehr »

ver.di fordert Schutzkodex im ÖRR

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert von ARD, ZDF und Deutschlandradio den Schutz von Journalist*innen einen entscheidenden Schritt voranzubringen: Bisher hat sich noch keine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt dem Schutzkodex angeschlossen. In vielen anderen Medienhäusern gelten die Regelungen des „Schutzkodex“ für Medienschaffende allerdings längst.
mehr »