Leserbrief: Keine Fachkompetenz

„Qualitätszweifel der ersten Zuschauerin“

in M 01 – 02 / 2007

In Ihrem Interviev beklagt Frau Schröder-Jahn das Verhalten jüngerer AutorInnen: „Die haben zum Teil recht viel Ahnung aber eben nicht von einem professionellen Schnittplatz … Die quatschen einem manchmal sehr in den Schnitt rein. Oder die Kollegen bedrängen einen, was jetzt so die digitalen Effekte angeht.“

Leider kommt in diesem Interviev nicht zum Ausdruck, dass dieses überschreiten der Kompetenzgrenzen seitens jüngerer AutorInnen, von ihrer eigenen Abteilungsleitung und Disposition gefördert wird. Diese versucht nämlich – vor allem bei freien Cuttern – den „Dienstleistungsgedanken“ zu etablieren. Fachkompetenz im Sinne von Dramaturgie und Arbeitsorganisation ist dabei nicht mehr gefragt. Gut eingespielte Teams werden auseinander gerissen. Wen interessiert es denn, dass die Qualität des Programms darunter leidet? Man muss es ja nicht ansehen.

 
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