„Charlie Hebdo“ in Deutschland gestartet

Zum Preis von vier Euro können Satire-Freunde ab heute eines von 200.000 Exemplaren der ersten deutschen Ausgabe von „Charlie Hebdo“ am Kiosk erwerben. Die Titelseite zeigt Bundeskanzlerin Merkel ziemlich erschöpft auf einer Wartungsrampe liegend. Ein Automechaniker von VW mit einem Auspuff in der Hand steht daneben und sagt: „Ein neuer Auspuff und es geht noch vier Jahre weiter.“ Die deutsche Ausgabe ist der erste Ableger des Satire-Magazins im Ausland.

Sie wird zunächst größtenteils eine Übersetzung der französischen sein. Künftig plane man jedoch, auch mit deutschen Karikaturisten und Humoristen zusammenzuarbeiten. Chefredakteurin von „Charlie Hebdo“ Deutschland wird eine in Paris lebende Deutsche. Das Blatt wird demnach keine eigene Redaktion in Deutschland haben, sondern in Frankreich produziert. Es wird 16 Seiten umfassen und im Wochenrhythmus erscheinen.

Am 7. Januar 2015 waren bei einem Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ in Paris 12 Menschen ermordet worden. Die erste Ausgabe des Magazins nach den Anschlägen verkaufte sich in Deutschland 70.000 mal. Zuvor lag die Auflage in Deutschland bei rund 1000 Exemplaren.

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