Solidarität für Nicaragua

Fünfzig Verlage, Redaktionen, Buchändler und Hilfsorganisationen präsentierten sich am 28. August auf dem Berliner Alexanderplatz zum neunten Nachwende-Solidaritätsbasar der Berliner Journalistinnen und Journalisten. Die Spendenerlöse kommen in diesem Jahr Projekten zur Armutsbekämpfung in ländlichen Regionen Nicaraguas zugute.

Heike Krieger, Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft zwischen dem Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und San Rafael del Sur, freute sich riesig über 10.000 Euro Unterstützung. An 63 Ständen hatten Redaktionen und Verlage – mit dabei u.a. Freitag, Das Magazin, Neues Deutschland, taz, Junge Welt, Dietz, edition ost und Eulenspiegel-Verlag sowie die Stiftung Warentest – ihre Erzeugnisse präsentiert, Autoren signierten Bücher und Redakteure suchten das Gespräch mit den Lesern. Beim traditionellen Polit-Talk diskutierte Schirmherrin Margret Mönig-Raane, stellv. ver.di-Bundesvorsitzende, mit Petra Pau (PDS), Hans-Christian Ströbele (Grüne) und Prof. Peter Waller (SPD) die Frage, ob Politiker Getriebe oder Gestalter der Globalisierung sind. Ein musikalisches Bühnenprogramm mit Künstlern aus Asien, Afrika uns Lateinamerika fand viel Anklang bei den mehr als 10.000 Basar-Besuchern.

neh

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Fußball-EM: Zu Gast bei Freunden?

Vier Wochen vor EM-Start überraschte der Deutsche Fussballbund (DFB) mit einer originellen Kaderpräsentation. Anstelle einer drögen Pressekonferenz setzte man auf eine teils witzige Salami-Taktik: Mal durfte ein TV-Sender einen Namen verkünden, dann wieder druckte eine Bäckerei den Namen Chris Führich auf ihre Tüten. Das Bespielen sozialer Netzwerke wie X oder Instagram dagegen funktionierte nicht optimal – da hat der Verband noch Nachholbedarf.
mehr »

Mexiko: Hoffnung auf mehr Pressefreiheit

Mindestens 38 Medienschaffende wurden in der Amtszeit von Präsident Andrés Manuel López Obrador in Mexiko ermordet. Ein gefährliches Land für Journalist*innen. Dass soll sich unter der frisch gewählten Präsidentin Claudia Sheinbaum ändern. Ganz oben auf ihrer Agenda steht mehr Sicherheit – auch für Medienschaffende. Hoffnung macht dabei auch der Ton, den die zukünftige Präsidentin gegenüber der Presse des Landes anschlägt. Anders als ihr politischer Mentor setzt Sheinbaum nicht auf die Konfrontation mit der kritischen Presse, sondern auf Respekt.
mehr »

Europawahl: Plan gegen Desinformation

Anlässlich der anstehenden Europawahl legt Reporter ohne Grenzen (RSF) einen „New Deal für das Recht auf Information” vor, um auf die wachsenden Herausforderungen durch Desinformation und den zunehmenden Autoritarismus zu reagieren. Die nächsten fünf Jahre nach der Europawahl sind entscheidend für die Verwirklichung des Rechts der Menschen auf zuverlässige Informationen.
mehr »

Kriegsverbrechen: RSF stellt Anzeige

Reporter ohne Grenzen (RSF) hat beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) die dritte Strafanzeige wegen israelischer Kriegsverbrechen gegen Journalist*innen eingereicht. Darin fordert RSF den Gerichtshof auf, Verbrechen gegen mindestens neun palästinensische Medienschaffende zwischen dem 15. Dezember 2023 und 20. Mai 2024 zu untersuchen. Insgesamt sind nach RSF-Recherchen bei Angriffen der israelischen Streitkräfte (IDF) seit dem 7. Oktober im Gazastreifen mehr als 100 Journalistinnen und Reporter getötet worden.
mehr »