Spendenaufruf für Santiago Oyarzo Pérez

Der chilenische Fotograf und Verfolgte unter Pinochet, Santiago Oyarzo Pérez, ist unheilbar erkrankt. Es geht ihm sehr schlecht. Er braucht dringend unsere Solidarität! Damit seine Krankenhauskosten bezahlt werden können, rufen wir auf, ihn mit einer Spende zu unterstützen.

Santiago Oyarzo Pérez, Fotograf in Chile
Foto: privat

Kennengelernt haben wir Santiago im November 2013 im Rahmen der in der Berliner MedienGalerie gezeigten Ausstellung „Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen – Chile 11. September 1973″. Santiago gehört zu den in der Asociacion de Fotografos independientes (AFI) zusammengeschlossenen Fotografen, die sich der Militärdiktatur widersetzten. Er wurde unter Pinochet zum Folteropfer. Seit Anfang Juni 2018 ist Santiago in einem Hospiz untergebracht. Um die Kosten dafür aufbringen zu können, braucht seine Tochter, eine kleine Enkelin gibt es auch, dringend Unterstützung. Der Pflegeheimplatz kostet 600 000 chilenische Pesos im Monat – rd. 800 Euro – das entspricht etwa zwei chilenischen Monatsmindestlöhnen. In Kooperation mit dem in Berlin wohnenden AFI-Kollegen José Giribás wollen wir mit Spenden helfen, die der Tochter übermittelt werden.

Wir freuen uns über alle, die sich mit einem kleinen oder auch größeren Betrag beteiligen: Santiago Oyarzo Pérez estamos contigo!

Der Karl Richter Verein zur Erforschung der Geschichte und der Traditionen der Buchdrucker e.V. ist freundlicherweise bereit, das banktechnisch abzuwickeln. Wichtig ist, dass „Spende Chago“ als Verwendungszweck von Überweisungen angegeben wird.

Kontoverbindung: GLS-Bank, Bochum, IBAN DE11 4306 0967 1125 1366 00, BIC GENODEM1GLS

Medien-Galerie, ver.di-Fachbereich Medien, Kunst und Industrie, Berlin-Brandenburg

 

nach oben

weiterlesen

Hoffnungsschimmer in Tansania

Bei seinem Amtsantritt 2015 galt John Pombe Magufuli als Hoffnungsträger. Tansanias Präsident sagte der Korruption den Kampf an, inspizierte höchstselbst marode Krankenhäuser und entließ medienwirksam Leitungspersonal. Doch bald schon schoss sich der Mann mit dem Spitznamen „Bulldozer" auf die Presse ein und ließ Medienhäuser schließen. Nach seinem Tod Ende März kündigte Nachfolgerin Samia Suluhu Hassan nun Lockerungen an. Noch aber ist die Hoffnung ein zartes Pflänzchen.
mehr »

Türkischer Journalist nach fünf Jahren frei

Der türkische Journalist Ahmet Altan ist am Mittwoch nach fast fünf Jahren aus der Haft entlassen worden. Die Entscheidung fällte ein Berufungsgericht, wie die Journalistenvereinigung Reporter ohne Grenzen auf Twitter mitteilte. Die Freilassung des 71-Jährigen erfolgte einen Tag, nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die Türkei wegen der langen Untersuchungshaft für Altan und seinen Kollegen Murat Aksoy verurteilt hatte.
mehr »

Pressefreiheit im Fokus der Fotografen

Jährlich zum 3. Mai, dem internationalen Tag der Pressefreiheit, erscheint ein neuer Band „Fotos für die Pressefreiheit“ von Reporter ohne Grenzen (RSF). Die Bücher zeigen seit fast drei Jahrzehnten eindrucksvoll, wie wichtig das Einfordern dieses Menschenrechts und die mutige Arbeit von Journalist*innen weltweit sind. Der aktuelle Band ist weitgehend vorbereitet. Zu den Druckkosten kann noch bis 16. April mit Spenden beigetragen werden.
mehr »

Estland: Offenes WLAN auch im Wald

Ein Internetanschluss gilt als Grundrecht, den Breitbandzugang sichert die Verfassung des Landes. Offenes WLAN gibt es nicht nur in der Hauptstadt Tallinn. In den kleinsten Dörfern wird digital agiert, selbst in den estnischen Wäldern kann man mit Netz rechnen. Das baltische Land verspricht eine WLAN-Abdeckung von 99 Prozent. Mit 1,4 Millionen Einwohnern ist Estland gerade so groß wie München, vom dortigen Digitalisierungsniveau kann man in Deutschland nur träumen. Doch noch nicht alles läuft rund im Digitalstaat Estland.
mehr »