Telefon-Notdienst

Hilfe für Journalisten in Bosnien-Herzegovina

Das ‚Office of the High Representative‘ (OHR) (das Büro des Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft zum demokratischen Wiederaufbau Bosnien-Herzegovinas), die europäische Kommission und die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) geben die Wiedereröffnung des Telefonnotdienstes für freie Medien in Bosnien-Herzegovina bekannt. Dieser Telefondienst des Vertrauens gibt Journalisten und allen weiteren Medienschaffenden Unterstützung in Situationen der Bedrohung, Einschüchterung oder Behinderung bei der Ausführung ihrer Arbeit.

Der Telefon-Notdienst war im November 1999 von der Medienabteilung der OSZE eröffnet worden, um Journalisten eine vertrauenswürdige Kontaktstelle zu bieten, die sich von Einschüchterungen oder sogar Gewalt bei der Verrichtung ihrer Arbeit bedrängt fühlen. Bis dato hatte der Telefonhilfsdienst für Freie Medien mit über 250 Fällen zu tun.



Telefon-Notdienst: Tel.: 033 217 302

E-Mail: FreeMediaHelpLine@ohr.int

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Gambia: Viele Aufgaben trotz Fortschritten

Eine Delegation von Reporter ohne Grenzen (RSF) unter der Leitung von Generalsekretär Christophe Deloire hat Ende November in Gambia mit Präsident Adama Barrow die großen Fortschritte, aber auch die Defizite seines Landes in Bezug auf die Pressefreiheit diskutiert. Seit dem Sturz von Diktator Yahya Jammeh im Jahr 2017 hätten sich die Arbeitsbedingungen für Medienschaffende in dem westafrikanischen Land deutlich verbessert, heißt es in einer RSF-Pressemitteilung. Hoffnung mache zudem, dass der Mord am RSF-Korrespondenten Deyda Hydara im Dezember 2004 in Gambia aktuell vor einem deutschen Gericht aufgearbeitet wird.
mehr »

Medienhäuser: Allianz für Assange

Fünf internationale Medienhäuser haben die US-Regierung in einem offenen Brief aufgefordert, die Strafverfolgung von Wikileaks-Gründer Julian Assange einzustellen. Der Brief wurde am 28. November vom „Spiegel“, der „New York Times“, „The Guardian“, „Le Monde“ und „El País“ veröffentlicht. Die Anklage gegen Assange sei ein „gefährlicher Präzedenz­fall“, der die Presse­freiheit zu unter­graben drohe. 
mehr »

Komplizen von Katars „Sportswashing“?

Am 20. November startet die Fußball-WM in Katar. Über die Schattenseiten dieses Mega-Events – WM-Baustellen und Sklavensystem, Diskriminierung queerer Personen und Frauen, Korruption – wurde in den letzten Monaten viel publiziert. Wie kann in dieser Situation eine Medienberichterstattung gelingen, die die Balance zwischen Sportjournalismus und den Erwartungen einer kritischen Öffentlichkeit schafft?
mehr »

Südafrika: ANC will Eintritt für Parteitag

Mitte Dezember treffen sich die Delegierten des African National Congress (ANC) in Johannesburg zum Wahlparteitag. Auf der fünftägigen Veranstaltung bestimmt die ehemalige Befreiungsorganisation, die Südafrika seit dem Ende der Apartheid regiert, ihre neue Spitze. Das öffentliche Interesse ist riesig, denn der ANC-Präsident wurde seit 1994 auch stets Staatschef. Doch nun sollen die Medien Eintritt zahlen, um vom Parteitag berichten zu dürfen.
mehr »