Die Gewinner der Goldenen Spatzen

Mit 11.000 Besuchern, davon 500 akkreditierte Fachbesucher und über 120 Filmgästen war das diesjährige Festival Goldener Spatz sowohl für Filmfans als auch für Journalisten ein echter Publikumsmagnet. Neben den Filmvorführungen gab es 13 medienpädagogische Workshops und 10 Veranstaltungen in der Online-Lounge für Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher. Darüber hinaus gewährte der „Blick in die Werkstatt“ dem Fachpublikum in zwei Veranstaltungen einen Einblick in zukünftige Filmproduktionen.

Die Entscheidungen der Kinderjury

Bester Kino-/Fernsehfilm: „Wickie und die starken Männer“ (D 2009, Buch/Regie: Michael Bully Herbig). Damit verbunden ist der mit 1.500 Euro dotierte Sonderpreis der Thüringer Staatskanzlei für Regie, der somit an Michael Bully Herbig geht. Kurzspielfilm, Serie/Reihe: Jugendserie „Schloss Einstein“: Folge 581 (Regie: Irina Popow, Sender: MDR) aufgrund der gelungenen Umsetzung des Themas „DDR“. Unterhaltung: Doku-Soap „Die Jungs-WG: ein Monat ohne Eltern: Folge 3 (Regie: Georg Bussek, Sender: ZDF). Information/Dokumentation: „ Neuneinhalb: Welttoilettentag (Regie: Torsten Lang, Moderation: Malin Büttner, Sender: WDR). Animation: Kurzfilm „Mobile“ (Regie: Verena Fels) Minis: „Armut kennt viele Geschichten“ (Regie: Isabel Prahl, Länge 1 Minute). Bester Darsteller: Timon Wloka für seine Rolle als Ben in der Echtzeitserie „Allein gegen die Zeit“ (Regie: Stephan Rick, Sender: NDR, MDR, KI.KA, WDR)

Preise der Fachjury und der Jury des MDR-Rundfunkrates

Die Urkunde für das beste Vorschulprogramm vergibt die Fachjury an den Film „Die kleinen Bankräuber“(Lettland/Österreich 2009, Regie: Armands Zvirbulis). Der mit 3.000 Euro dotierte Preis von Fachjury und MDR-Rundfunkratjury für das beste Drehbuch: Marcus Sauermann für das Buch zum Film „Der Kleine und das Biest. Der in diesem Jahr erstmals vergebene Sonderpreis Goldener Spatz für Innovation geht an die Echtzeitserie „Allein gegen die Zeit“(Regie: Stephan Rick, Sender: NDR, MDR, KI.KA, WDR).

Die Gewinner der Goldenen Online Spatzen

Beste TV-Webseite: www.tivi.de
Beste Webseite: Suchmaschine Blinde Kuh – www.blindekuh.de
Bestes Online-Spiel: das Jump’n’Run-Spiel Jump Jupiter – www.jumpjupiter.com
Die gesamten Begründungen der Jurys unter www.goldenerspatz.de

nach oben

weiterlesen

Chance nicht vergeben: Whistleblowing regeln

Vor genau einem Jahr hat die Europäische Union eine Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden, die sogenannte Whistleblowing-Richtlinie, verabschiedet. Die Umsetzung in nationales Recht kommt in Deutschland nicht voran. Statt Rechtssicherheit für Hinweisgeber*innen zu schaffen und damit auch investigativen Journalismus zu stärken, streiten die zuständigen Ministerien darüber, ob sie die Richtlinie überhaupt national anwenden oder auf EU-Recht beschränken sollen.
mehr »

Bayerischer Rundfunk hat neue Intendantin

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR) hat am 22. Oktober Dr. Katja Wildermuth zur neuen Intendantin gewählt. Wildermuth ist damit die vierte Frau, die aktuell einen Chefsessel in den elf öffentlich-rechtlichen Sendern besetzt und die erste Intendantin in der Geschichte des BR. Für ihre Wahl hatten sich auch das BR Frauennetzwerk mit Appellen an die Rundfunkratsmitglieder stark gemacht. Die neuen Intendantin wurde überraschend klar mit 38 von 48 Stimmen im ersten Wahlgang gekürt.
mehr »

Bußgeld für politische Werbung

Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) hat ein Bußgeld in Höhe von 65.000 Euro gegen den Regionalsender L-TV verhängt, weil dieser gegen Bezahlung Demonstrationen der Initiative „Querdenken 711“ beworben und übertragen hatte. Das Verfahren war bereits im August eingeleitet worden. Grundlage ist ein Verstoß gegen § 11 Abs. 1 des Landesmediengesetzes in Verbindung mit § 7 Abs. 9 des Rundfunkstaatsvertrags, wonach politische Werbung im Rundfunk unzulässig ist.
mehr »

Öffentliche Medien in privaten Zeiten

In der Corona-Krise erweist sich, wie stark die Gesellschaft auf Öffentlichkeit und transparenten Austausch angewiesen ist. Gleichzeitig zwingen die Hygiene-Auflagen den Menschen ein nicht gekanntes Maß an Privatheit auf. „Öffentliche Medien in privaten Zeiten“ – so der Titel einer Online-Konferenz, die die Heinrich-Böll-Stiftung am 30. September in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen und Neue deutsche Medienmacher*innen veranstaltete.
mehr »