Ein Cineum für Bremen

Seit gut zwei Jahren entwickelt und feilt das Bremer Kommunalkino mit einer Projektplanungsgruppe aus Mediendesignern und Architekten an einem Konzept für ein Erlebnismuseum für Film- und Medien, kurz Cineum genannt.

Mit dem Bremer Kommunalkino, das mit seinen 28 Jahren eines der ältesten der Republik ist, hat das Projekt kompetente und starke Initiatoren gefunden. Erst vor zwei Jahren wurde es mit dem etablierten Filmpreis des Deutschen Kinemathekverbundes mit seinem „Kino 46“ als bestes kommunales Kino Deutschlands ausgezeichnet.

Im Cineum soll den Besuchern klassische Filmkunst wie neue Medien geboten werden. Geplant sind eine interaktive Dauerausstellung, angegliederte Kinos, in denen sich Film als die neue und prägende Kunstform des 20. Jahrhunderts zeigt sowie die Möglichkeit sinnlicher Zugänge zu aktuellen elektronischen und digitalen Bilderwelten – von der Alltagskultur des Internets bis hin zu experimentellen Anwendungen von Multimedia und Medieninformatik. Noch wird sich in der Bremer Politik und Wirtschaft über die Realisierung des Projektes gestritten. Der Standort scheint geradezu ideal: im Kontext mit dem neuen Radio Bremen Standort in der Innenstadt.

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Politik zwingt MDR in die Knie

Der MDR muss weiter massiv sparen und geht dabei ans Eingemachte. Nach "MDR um 2" und "Mittagsmagazin" trifft es jetzt "Tatort" und "Polizeiruf". Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt sich hinter die Beschäftigten und fordert eine verlässliche Finanzierung des Senders sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Sparmaßnahmen.
mehr »

Bayern bessert Rundfunkgesetz nach

Eingriff in die Programmautonomie und in das Gebot der Staatsferne – so lautete übergreifend die deutliche Kritik am ersten Entwurf der bayerischen Staatsregierung von CSU und Freien Wählern, das Rundfunkgesetz zu novellieren. Es ist die Rechtsgrundlage für den Bayerischen Rundfunk (BR). Nun reagiert die Regierung und kündigt an, die Gesetzesnovelle entschärfen zu wollen.
mehr »

Was bringt der Pressekodex?

Eine Anwältin wird in einer Boulevardzeitung identifizierend an den Pranger gestellt – obwohl sie nichts Unrechtes getan hat. Die Folge: Bedrohungen, eine rechtsextreme Kundgebung vor ihrer Kanzlei, Polizeischutz. Der Deutsche Presserat spricht Monate später eine Rüge aus. Der Schaden ist aber angerichtet.
mehr »

Hochpolitisch: Feministischer Film

Globale Frauensolidarität kann ganz praktisch aussehen. Das veranschaulichte das 43. Internationale Frauenfilmfest (IFFF) mit seinen Filmen und Debatten in Köln Ende April 2026. Und egal ob Internationaler Spielfilmwettbewerb oder Dokumentar- und Experimentalfilm: fast immer ging es in diesem Jahr um Hochpolitisches und zog damit vor allem junges Publikum an.
mehr »