Knapp daneben ist auch vorbei

Karikatur: toonpool.com/ Freimut Woessner

Die Meinungsforschung – eine Wissenschaft mit vielen Variablen

Die Meinungsforschung hat derzeit keinen leichten Stand. Ob Brexit-Abstimmung, Trump-Wahl oder der fulminante Einzug der AfD in diverse Landtage: Allerorten wird den Forschungsinstituten Totalversagen vorgeworfen, gern von Journalistinnen und Journalisten. Aber schauen diese auch richtig hin? Und welche Macht haben Wahlumfragen überhaupt?

Karikatur: toonpool.com/ Freimut Woessner

„Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche der folgenden Parteien würden Sie wählen?” – Jeder kennt die Sonntagsfrage. Die Veröffentlichung von Wahlumfragen ist fester Bestandteil der Medienberichterstattung. Die Wahlforschung ist dabei ein stetiger Quell neuer Nachrichten für die Medien. Sie sind es in aller Regel auch, die die Umfragen selbst in Auftrag geben – sei es der ARD-Deutschlandtrend (Infratest dimap), das ZDF-Politbarometer (Forschungsgruppe Wahlen) oder der stern-RTL-Wahltrend (Forsa). Der vermeintlich sichere Blick in die Zukunft fasziniert jedoch nicht nur den Leser, Hörer oder Zuschauer und sichert damit mediale Aufmerksamkeit, er beeinflusst auch den politischen Raum. Wenn Wahlumfragen im wöchentlichen Takt auf das Publikum niederrieseln und medial inszeniert werden – Wer liegt vorn? Wer holt auf? Wer verliert? – bleibt das nicht wirkungslos.

nach oben

weiterlesen

Dem Digitalradio einen großen Schub geben

Vor drei Wochen fiel die Entscheidung, wer als Plattformbetreiber das zweite bundesweite Multiplex für das Digitalradio DAB+ aufbaut. Über Chancen, Strategien, Erfordernisse und Verbreitungswege für Hörfunk im Digitalzeitalter sprach M mit Heike Raab, Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und in Europa, für Medien und Digitales.
mehr »

Medien, Netz und Öffentlichkeit

Dass Medien, Netz und Öffentlichkeit in einer engen Wechselbeziehung stehen, ist ein Gemeinplatz. Wie aber das Beziehungsgeflecht zwischen diesen drei Begriffsfeldern im Einzelnen beschaffen ist, bedarf einer näheren, fundierten Analyse.
mehr »

Wachsam und kritisch

Wer wie die Presse eine öffentliche Aufgabe wahrnehme, der müsse seine Aussagen auch öffentlich rechtfertigen können und überprüfen lassen. „Dass das ohne staatliche Einflussnahme geschehen konnte und geschieht, ist nicht zuletzt das Verdienst Ihres Berufsstandes“, würdigte Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Presserat, der seit 60 Jahren für presseethische Standards eintritt. Mit einem Festakt feierte die Freiwillige Selbstkontrolle in Berlin am 1. Dezember ihr Jubiläum.
mehr »

Weg frei für Jugendangebot von ARD und ZDF

Anfang Dezember 2015 haben die Ministerpräsidenten der Länder den 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag unterzeichnet. Damit wird der Weg frei für das Jugendangebot von ARD und ZDF – am 1. Oktober 2016 soll es online gehen. Änderungen wird es außerdem im Bereich des Jugendmedienschutzes sowie bei der Erhebung des Rundfunkbeitrages geben. Zuvor müssen die 16 Landesparlamente den Staatsvertragsentwurf jedoch noch einstimmig bewilligen.
mehr »