Knapp daneben ist auch vorbei

Karikatur: toonpool.com/ Freimut Woessner

Die Meinungsforschung – eine Wissenschaft mit vielen Variablen

Die Meinungsforschung hat derzeit keinen leichten Stand. Ob Brexit-Abstimmung, Trump-Wahl oder der fulminante Einzug der AfD in diverse Landtage: Allerorten wird den Forschungsinstituten Totalversagen vorgeworfen, gern von Journalistinnen und Journalisten. Aber schauen diese auch richtig hin? Und welche Macht haben Wahlumfragen überhaupt?

Karikatur: toonpool.com/ Freimut Woessner

„Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche der folgenden Parteien würden Sie wählen?” – Jeder kennt die Sonntagsfrage. Die Veröffentlichung von Wahlumfragen ist fester Bestandteil der Medienberichterstattung. Die Wahlforschung ist dabei ein stetiger Quell neuer Nachrichten für die Medien. Sie sind es in aller Regel auch, die die Umfragen selbst in Auftrag geben – sei es der ARD-Deutschlandtrend (Infratest dimap), das ZDF-Politbarometer (Forschungsgruppe Wahlen) oder der stern-RTL-Wahltrend (Forsa). Der vermeintlich sichere Blick in die Zukunft fasziniert jedoch nicht nur den Leser, Hörer oder Zuschauer und sichert damit mediale Aufmerksamkeit, er beeinflusst auch den politischen Raum. Wenn Wahlumfragen im wöchentlichen Takt auf das Publikum niederrieseln und medial inszeniert werden – Wer liegt vorn? Wer holt auf? Wer verliert? – bleibt das nicht wirkungslos.

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Fokus auf Angebote in englischer Sprache

Die Deutsche Welle will künftig im Reigen der globalen Informationsanbieter stärker mitspielen. Der neue Intendant Peter Limbourg strebt darum eine Konzentration auf Angebote in englischer Sprache als „journalistisches Flaggschiff” an. Die Neupositionierung dürfte nicht ohne Risiken für die Beschäftigen abgehen.
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Journalistenpreis Leuchtturm für „Dickbrettbohrer” Ulrich Chaussy

Seine Ausdauer sei „einmalig im deutschen investigativen Journalismus”. Bei seinen über 30jährigen Recherchen zum Oktoberfestattentat in München habe er sich von Blockaden durch Politik und Polizei nicht entmutigen lassen. Mit dieser Begründung ging der diesjährige nr-Preis für besondere publizistische Leistungen, der „Leuchtturm”, an Ulrich Chaussy.
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Gefiltert und abgehört

Der Moskauer Journalist Andrej Soldatow ist Experte für russische Sicherheitspolitik. Sein russisch- und englischsprachiges Nachrichtenportal Agenta.ru setzt sich kritisch mit dem Inlandsgeheimdienst FSB auseinander. Für die Veranstaltung „Sotschi und das Internet“ wurde er von Reporter ohne Grenzen nach Berlin eingeladen. Er spricht über Internetzzensur und die massive Überwachungs-Architektur im Vorfeld und während der Olympischen Spiele. Wie frei ist das russische Internet? Andrej Soldatow | Bis vor wenigen Jahren war es fast komplett frei. Die Regierung war stolz darauf, dass sie sich in punkto Netzzensur von Ländern wie China unterscheidet. Nach dem arabischen…
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Gerecht verteilt

„Wem gehört welcher Anteil am Filmerfolg und wie wird gerecht verteilt?” war das Thema des diesjährigen Berlinale-Panels der ver.di FilmUnion. Der Anspruch auf eine Erlösbeteiligung ergibt sich grundsätzlich aus der Novelle des Urhebervertragsrechts von 2002. Jetzt, über zehn Jahre später ist der Abschluss eines Tarifvertrages zwischen ver.di und dem Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) mit der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen gelungen.
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