Novelle zum Filmfördergesetz auf den Weg gebracht

Die Bundesregierung hat dem Entwurf der Novelle zum Filmförderungsgesetz im Mai zugestimmt. Ziel des Gesetzes ist es, die Rahmenbedingungen für Kinofilmproduktionen und die Absatzförderung für deutsche Filme weiter zu verbessern. Im Mittelpunkt des Entwurfs stehen Staatsministerin Christina Weiss zufolge Verbesserungen des Fördersystems, vor allem der Ausbau der automatischen Referenzfilm- und absatzförderung.

„Als verbesserte Version, aber noch nicht der Weisheit letzten Schluss“, beurteilte Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Bereichsleiter Kunst und Kultur bei ver.di, in einer ersten Stellungnahme die Novelle. Erfreulich sei, dass einige wichtige Vorschläge aus dem zeitlich zu kurz befristeten Konsultationsprozess Eingang in den Entwurf gefunden hätten. Es komme jedoch jetzt darauf an, in einem offenen Anhörungsverfahren die noch strittigen Punkte zu klären, „die den Film als Kulturgut stärken“, so der ver.di-Filmexperte. Besonders problematisch sei, dass die Verpflichtung der Rundfunkanstalten, einen höheren finanziellen Beitrag und nicht nur Sachleistungen zur Filmförderung zu leisten, nicht im Gesetz fixiert sein sollen.

Die ver.di-Stellungnahme zum Gesetzentwurf ist zu finden auf der Homepage des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie unter: www.verdi.de/0x0ac80f2b_0x000058ee

wen

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Politik zwingt MDR in die Knie

Der MDR muss weiter massiv sparen und geht dabei ans Eingemachte. Nach "MDR um 2" und "Mittagsmagazin" trifft es jetzt "Tatort" und "Polizeiruf". Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt sich hinter die Beschäftigten und fordert eine verlässliche Finanzierung des Senders sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Sparmaßnahmen.
mehr »

Bayern bessert Rundfunkgesetz nach

Eingriff in die Programmautonomie und in das Gebot der Staatsferne – so lautete übergreifend die deutliche Kritik am ersten Entwurf der bayerischen Staatsregierung von CSU und Freien Wählern, das Rundfunkgesetz zu novellieren. Es ist die Rechtsgrundlage für den Bayerischen Rundfunk (BR). Nun reagiert die Regierung und kündigt an, die Gesetzesnovelle entschärfen zu wollen.
mehr »

Was bringt der Pressekodex?

Eine Anwältin wird in einer Boulevardzeitung identifizierend an den Pranger gestellt – obwohl sie nichts Unrechtes getan hat. Die Folge: Bedrohungen, eine rechtsextreme Kundgebung vor ihrer Kanzlei, Polizeischutz. Der Deutsche Presserat spricht Monate später eine Rüge aus. Der Schaden ist aber angerichtet.
mehr »

Hochpolitisch: Feministischer Film

Globale Frauensolidarität kann ganz praktisch aussehen. Das veranschaulichte das 43. Internationale Frauenfilmfest (IFFF) mit seinen Filmen und Debatten in Köln Ende April 2026. Und egal ob Internationaler Spielfilmwettbewerb oder Dokumentar- und Experimentalfilm: fast immer ging es in diesem Jahr um Hochpolitisches und zog damit vor allem junges Publikum an.
mehr »