Produzenten sichern sich Video-on-Demand-Rechte

Die deutschen Produzenten haben im Tauziehen mit den öffentlich-rechtlichen und den Privatsendern in Deutschland eine erste Einigung erzielt: Bei Streifen, die von der FilmFörderungsAnstalt (FFA) unterstützt werden, verbleibt künftig ein Großteil der Internet-Rechte bei den Filmproduzenten.

Die neue Produzentenallianz ist zufrieden: „Mit der Vereinbarung haben Sender und Produzenten bewiesen, dass es möglich ist, auch bei divergierenden Interessen einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss zu finden“, so Uli Aselmann, Vorstandsvorsitzender der Sektion Kino. Konkret geht es um Video-on-Demand und Download. Die Rechte dafür verbleiben bei den Produzenten, sieht das neue Gemeinschaftsabkommen der FFA mit ARD und ZDF sowie den im Verband privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) organisierten Sendern vor. Die Sender kaufen mit dem Senderecht lediglich die Free-Video-on-Demand (VoD)-Rechte für sieben Tage nach Erstausstrahlung. ARD und ZDF können die Programme außerdem in der Lizenzzeit maximal drei Mal und nur für vier Wochen pro Nutzung in ihre Mediatheken einstellen. Pay-VoD-Rechte erhalten die Sender grundsätzlich nicht-exklusiv und auch nur, wenn sie sich substantiell an der Filmfinanzierung beteiligen. Download-Rechte verbleiben prinzipiell bei den Produzenten. Zum Schutz bei der Web-Verwertung soll ein so genanntes Geo-Blocking eingesetzt werden. Diese Regelungen sind Mindestbedingungen – vertraglich können auch bessere Konditionen vereinbart werden. „Der nächste Schritt wird sein, die Terms of Trade auch bei nicht-geförderten Produktionen den Gegebenheiten anzupassen“, sagt Christoph Palmer, Vorsitzender der Produzentenallianz-Geschäftsführung.

 
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Unsere Stärken auf allen Wegen ausspielen

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RBB: Neuer Anstrich ohne Vorwarnung

Die Ankündigung kam ohne Vorwarnung. Am 15. Februar erhielten die Redaktionen des RBB-Vorabendprogramms die Hiobsbotschaft: Zum Jahreswechsel 2021/22, so teilte Torsten Amarell, Leiter der so genannten „Contentbox Gesellschaft im RBB“ den konsternierten Mitarbeiter*innen mit, bekomme der Vorabend einen komplett neuen Anstrich. Die bewährten Sendungen „rbb um 6“ und „zibb -zuhause in Berlin und Brandenburg“ werden gestrichen. An ihre Stelle treten „90 Minuten live mit Nachrichten, Ratgeber und einem neuen Talk“.
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Scharfe Kritik an Plänen zur Fusion von ARD und ZDF

Wenn es nach Teilen der Union geht, könnten ARD und ZDF bald zusammengelegt werden. Künftig solle es nur noch eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt geben, heißt es in einem Papier der Mittelstandsunion. Danach sollen die bisherigen Sender unter einem Dach fusionieren. „Mehrfachstrukturen entfallen“ und weniger Unterhaltung soll angeboten werden. Ver.di kritisierte den Vorschlag scharf, der von Lobbyinteressen geleitet sei.
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