Radio Flora Hannover bald ohne Sendelizenz

Radio Flora wird ab April 2009 keine Sendelizenz mehr erhalten. Das hat die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) im November entschieden. Den Zuschlag für die Bürgerradio-Frequenz in Hannover erhielt die 106,5 Rundfunkgesellschaft gGmbH (Radio Team Niedersachsen (RTN) und Radio Neustadt).Begründet wurde die Entscheidung, der ein langer Streit vorangegangen war (M 8–9/2008), unter anderem mit einer zu geringen Reichweite und qualitativen Mängeln des Programms. Der Bundesverband Freier Radios (BFR) protestiert gegen das Vorgehen der NLM und fordert eine Revision der Lizenzentscheidung. „Unter dem Vorwand mangelnder Akzeptanz des Programms wird ein selbstorganisierter, zugangsoffener und demokratisch strukturierter Programmveranstalter vom Äther genommen“, heißt es in einer Erklärung. „Dass für die Sendetätigkeit von Radio Flora ein gesellschaftliches Bedürfnis in Hannover vorhanden ist, beweisen nicht nur 5.500 gesammelte Unterschriften und über 140 neue Vereinsmitglieder“, erklärt der BFR.

 
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Öffentlich-Rechtliche: Auftrag und Erwartung

Gerade in Pandemiezeiten hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk Vertrauen und Wertschätzung beim Publikum gewonnen. Dennoch muss er weiterhin mit den Attacken seiner Gegner leben. „Das ist unser Programm!“ Unter diesem Titel diskutierten auf einer medienpolitischen Tagung von ver.di und DGB in Berlin Medienwissenschaftler und Journalist*innen über den „öffentlich-rechtlichen Rundfunk zwischen Auftrag und gesellschaftlichen Erwartungen“.
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Facebook: Geheime Blacklist öffentlich

Facebook hat 968 Gruppen identifiziert, die sich als "militante soziale Bewegungen" klassifizieren lassen. Sie sind Teil einer größeren schwarzen Liste des Konzerns, auf der gefährliche Individuen und Organisationen stehen. Wer genau darauf zu finden ist, war bislang streng geheim. Doch die US-Non-Profit-Nachrichtenseite "The Intercept" hat nun die komplette interne Liste veröffentlicht und fordert vom Social-Media-Primus mehr Transparenz ein.
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Tarifrunde bei den Privatradios gestartet

Für die rund 1.000 Beschäftigten in Privatradios, die im Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) zusammengeschlossen sind, haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) am 12. Oktober 2021 Tarifverhandlungen gestartet. ver.di fordert für die redaktionellen, technischen und kaufmännischen Beschäftigten einen Festbetrag in Höhe von 175 Euro, für Volontär*innen von 100 Euro und für Auszubildende von 50 Euro für eine Laufzeit über die kommenden zwölf Monate. Die Arbeitgebervertreter haben ihrerseits kein konkretes Angebot gemacht.
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Medien: Glaubwürdiger durch Klimaneutralität

„Es ist gut fürs Geschäft und fürs Klima“, resümiert Andreas Gustavsson, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung "Dagens ETC", die zwei Jahre lang auf fossile Werbeanzeigen verzichtete. Auf der Online-Fachtagung „Medienhäuser auf dem Weg zur Klimaneutralität“, zu der die dju in ver.di und die Initiative #fossilfreieMedien am 11. Oktober eingeladen hatten, diskutierten Medienvertreter*innen und Klimafachleute, was die Branche zur Bewältigung der Klimakrise beitragen kann.
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