Regierung spart Kinofilme kaputt

Der Deutsche Förderfonds für Film und Fernsehen (DFFF) wurde von 60 auf 50 Millionen Euro gekürzt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags stimmte im November dem entsprechenden Vorschlag im Regierungsentwurf für das Haushaltsgesetz 2015 zu. Geplant ist zudem, den Betrag auch für die folgenden Jahre bei dieser Höhe einzufrieren. Ursprünglich war Monika Grütters, Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, mit dem Versprechen angetreten, den DFFF auf mindestens 70 Millionen Euro aufzustocken.
Die Kürzung widerspreche jeder „wirtschaftlichen Vernunft”, kritisierte ver.di. „Mit 10 Millionen Euro Förderung können mindestens drei bis fünf Kinofilme in internationaler Koproduktion entstehen. Die Kürzung ist auch völlig unverständlich, weil jeder Euro aus dem Fördertopf binnen kurzer Zeit knapp verdoppelt in den Staatshaushalt zurück fließt. Denn beim Dreh und der Produktion eines Filmes an hiesigen Produktionsstandorten fallen regelmäßig Umsätze im bis zu fünffachen Umfang an, die daraus resultierenden Steuern sind schneller und sicherer wieder beim Staat als bei jeder anderen Subvention”, sagte Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender im Vorfeld der Entscheidung. Das sei ein fatales Signal für die Filmwirtschaft und Produktionsstätten in Babelsberg, München, Köln und Hamburg. Gerade Koproduktionen mit Hollywood-Firmen hängen von dieser Förderung ab, ohne die Filme wie zuletzt „Grand Budapest Hotel”, „Monuments Men” oder zahllose Arthouse-Filme nicht entstanden wären. Für die Zukunft bedeutet die Kürzung weniger Beschäftigung für die hierzulande rund 25.000 Filmschaffenden und weniger großes Kino Made in Germany.

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Klares Signal für den Rundfunk erwartet

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