SV: Signale der Gesprächsbereitschaft

„Wir danken Ihnen für Ihre offensichtliche Gesprächsbereitschaft über den Umgang mit den Verwertungsrechten von Beiträgen freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Eine Stunde stellten sich Ende März Dr. Gernot Sittner, Chefredakteur der „Süddeutschen Zeitung“ (Foto: Mitte), und Jan Peter Gühlk (links), Arbeitsrechtler im Verlag, einer Diskussion mit freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Betriebsrat und Gewerkschaftsvertreterinnen. Das Ergebnis: Eine Aufforderung Sittners an die Freien und ihre Vertretung, im Vorfeld weiterer Gespräche Forderungen über den zukünftigen Umgang des Hauses mit den Nutzungsrechten der Beiträge von Freien zu formulieren.

Diese ließen sich nicht lange bitten – und stellten ihre Vorstellungen auf: Sie sähen, so schrieben sie, „einen Verhandlungsbedarf über einen Normvertrag zum Umgang mit den Verwertungsrechten in folgenden Fragen

  • generelle Anerkennung der Honorarpflichtigkeit jeglicher Nutzung der Beiträge (eventuell z. T. auch in Form von Pauschalen)
  • generelle Dokumentation der Urheberangaben zu Beiträgen
  • Honorarsätze für die verschiedenen Formen der Verwertung – auch für die Verwertung der Beiträge von Pauschalistinnen und Pauschalisten.“

Bis zur Unterzeichnung eines entsprechenden (Haus-)Normvertrages empfehlen Gewerkschaften und Betriebsrat den Freien, die vom Haus formulierten Verträge oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die den totalen Ausverkauf der digitalen Verwertung vorsehen, nicht anzuerkennen oder zu unterschreiben. Ein Gesprächstermin steht noch aus.

 

nach oben

weiterlesen

Scharfe Kritik an Plänen zur Fusion von ARD und ZDF

Wenn es nach Teilen der Union geht, könnten ARD und ZDF bald zusammengelegt werden. Künftig solle es nur noch eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt geben, heißt es in einem Papier der Mittelstandsunion. Danach sollen die bisherigen Sender unter einem Dach fusionieren. „Mehrfachstrukturen entfallen“ und weniger Unterhaltung soll angeboten werden. Ver.di kritisierte den Vorschlag scharf, der von Lobbyinteressen geleitet sei.
mehr »

Mediale Streitkultur verbessern

„Deutschland spricht“ heißt die Plattform von Zeit online, die politisch konträr denkende Menschen zum Zwiegespräch zusammenbringt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich ganz bezaubernd mit einem Ex-Neonazi unterhalten kann“, so Chefredakteur Jochen Wegner auf der virtuellen Erlanger Medienethiktagung der DGPuK zum Thema „Streitkulturen“. Die engagierten Diskussionen kreisten um die Rolle von Streit in der Demokratie und wie Medien mit Polarisierungen in aktuellen Diskursen umgehen können.
mehr »

BND-Gesetz muss Quellenschutz sichern

„Das Vertrauensverhältnis von Journalistinnen und Journalisten gegenüber ihren Informantinnen und Informanten muss weiterhin umfassend gewährleistet werden“, fordert ein Medienbündnis im Vorfeld einer Anhörung zur bevorstehenden Neufassung des BND-Gesetzes. Wird der vorliegende Gesetzentwurf ohne Änderungen verabschiedet, drohe „eine Schwächung des rechtlichen Status von Reporter*innen und Redakteur*innen als Berufsgeheimnisträger sowie des Redaktionsgeheimnisses“.
mehr »

Sicher im Netz mit mehr Medienkompetenz

Für Kinder und Jugendliche ist das Internet ein digitaler Abenteuerspielplatz mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Aber auch Beleidigungen, Diskriminierung, Belästigung und Hetze sind dort allgegenwärtig. Fake News verbreiten sich rasch und sind oft schwer zu erkennen. Um das Internet für alle sicherer zu machen, müssen Kinder und Jugendliche also früh lernen sich in allen Bereichen des Netzes zurechtzufinden. Dazu bedarf es vor allem mehr kritischer Medienkompetenz.
mehr »