Verlage klagen gegen Google

Die Klage der VG Media gegen Google für eine angemessene Vergütung auf Basis des Leistungsschutzrechts (LSR) ist auf dem Weg.

Sie wird zunächst bei der Schiedsstelle für Urheberrechtsangelegenheiten des Deutschen Patent- und Markenamtes geprüft, die dem Landgericht vorgelagert ist. Das kann bis zu einem Jahr dauern. Gleichfalls haben zwölf deutsche Zeitungsverlage gemeinsam mit der VG Media Ende Juni Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht. Sie werfen der Suchmaschine vor, ihre Marktmacht zu missbrauchen. Google weigert sich Vergütungen für die Veröffentlichung von Snippets zu zahlen und verlangte stattdessen eine Einverständniserklärung für die Nutzung. Alternativ würden die Angebote der Verlage nicht mehr bei Google auffindbar sein, lautete die Drohung. Das Leistungsschutzrecht gilt seit August 2013. Danach dürfen Verleger Gebühren verlangen, wenn ihre Inhalte kommerziell im Internet genutzt werden, beispielsweise durch Suchmaschinen.

    wen

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

ZDF: Mehr Barrierefreiheit dank KI

„Ein ZDF für alle“ – so lautet seit 2022 das Zielbild des öffentlich-rechtlichen Senders. Damit will das ZDF unter anderem auf die veränderte Mediennutzung, die digitale Transformation und eine zunehmend fragmentierte Öffentlichkeit reagieren. Dazu gehört auch, bis 2028 barrierefreie Angebote auszubauen. Dabei will das ZDF nun stärker auf KI setzen.
mehr »

Programmreform im DLF: Freie wehren sich

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den Umgang mit freien Programmschaffenden im Zuge der Programmreform im Deutschlandfunk, die ab Dezember 2026 das Sendeschema des bundesweiten Radiokanals grundlegend verändern wird. In einem ver.di vorliegenden, von mehr als 550 Mitarbeitenden des Deutschlandfunks namentlich unterzeichneten Offenen Brief wehren sich die Freien.
mehr »

Schrittmacher für den Lokaljournalismus

„Im Lokalen schlägt das Herz des Journalismus, hier ist er für die Menschen besonders gut erlebbar.“ So Netzwerk Recherche, das Lokaljournalist*innen mit einem Fellowship Lokale Recherche und einem Support Desk unterstützt, da sie unter wachsendem Druck Demokratie und mediale Glaubwürdigkeit verteidigen müssen.
mehr »

dju will verlässlichen Quellenschutz

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di kritisiert, dass Journalist*innen nach der geplanten Reform des Nachrichtendienstrechts schlechter vor Überwachung geschützt sein sollen als Anwält*innen, Geistliche und Abgeordnete. Anders als bei diesen Berufsgeheimnisträger*innen wird das verfassungsrechtlich geschützte Redaktionsgeheimnis gegen Sicherheitsinteressen abgewogen.
mehr »