Verlage klagen gegen Google

Die Klage der VG Media gegen Google für eine angemessene Vergütung auf Basis des Leistungsschutzrechts (LSR) ist auf dem Weg.

Sie wird zunächst bei der Schiedsstelle für Urheberrechtsangelegenheiten des Deutschen Patent- und Markenamtes geprüft, die dem Landgericht vorgelagert ist. Das kann bis zu einem Jahr dauern. Gleichfalls haben zwölf deutsche Zeitungsverlage gemeinsam mit der VG Media Ende Juni Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht. Sie werfen der Suchmaschine vor, ihre Marktmacht zu missbrauchen. Google weigert sich Vergütungen für die Veröffentlichung von Snippets zu zahlen und verlangte stattdessen eine Einverständniserklärung für die Nutzung. Alternativ würden die Angebote der Verlage nicht mehr bei Google auffindbar sein, lautete die Drohung. Das Leistungsschutzrecht gilt seit August 2013. Danach dürfen Verleger Gebühren verlangen, wenn ihre Inhalte kommerziell im Internet genutzt werden, beispielsweise durch Suchmaschinen.

    wen

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

ÖRR als Public Open Space?

Der Reformstaatsvertrag eröffnet neue Wege für die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation, befindet Jan Christopher Kalbhenn in einer Kurzstudie, die er für die Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst hat. Denn die demokratische Öffentlichkeit, so Kalbhenn, steht angesichts der Machtkonzentration bei digitalen Plattformen vor einer grundlegenden ordnungspolitischen Herausforderung.
mehr »

Mehrsprachig gegen Desinformation

Die Organisation der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) hat einen Forderungskatalog vorgelegt, mit dem Desinformation wirksamer bekämpft werden kann. Schwerpunkt ist dabei unter anderem der Ausbau mehrsprachiger öffentlich-rechtlicher Angebote. Verlässliche Informationen dürften nicht nur auf Deutsch zugänglich sein, so NdM.
mehr »

Freies Radio im Visier der Rechten

Im Entwurf des Wahlprogramms der AfD in Sachsen-Anhalt wird unter Anderem die Streichung der finanziellen Förderung des Freien Radios Corax aus Halle gefordert. Der Sender sieht darin einen Angriff auf die Pressefreiheit.
mehr »

Grundrechte statt Vorratsdatenspeicherung

Ver.di kritisiert den Referentenentwurf aus dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV), mit dem eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung eingeführt werden soll. Ausnahmen für Berufsgeheimnisträger – wie etwa Medienschaffende oder Rechtsanwält*innen – werden darin gestrichen.
mehr »