Sauer auf Bauer

Mit sauren Gurken und anderer „Roh“-Kost demonstrierten Beschäftigte des Bauer-Verlages in Hamburg gegen die angebotenen Miniabfindungen für 21 von Entlassung bedrohte Redakteurinnen und Redakteure.

Der Hintergrund: Zum 1. September werden die Abteilungen Listing und Sparte der Zentralen Programmredaktion des Bauer-Verlages geschlossen und an externe Dienstleister vergeben. Betroffen sind viele ältere Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil seit über 20 Jahren dem Verlag angehören. Sie sollen pro Jahr der Beschäftigung bei Bauer nur 0,4 Monatsgehälter als Abfindung bekommen, wobei die Kappungsgrenzen nach dem Kündigungsschutzgesetz angewendet werden sollen. Das heißt zum Beispiel: Wer älter als 55 Jahre ist und 20 oder mehr Jahre bei Bauer auf dem Buckel hat, bekommt nur 18 Jahre angerechnet. Die Verhandlung eines Sozialplans, wie vom Betriebsrat gefordert, hat die Geschäftsleitung abgelehnt, weil „zu wenige“ Kolleginnen und Kollegen betroffen seien.

mt

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Staatliche Einheit und mediale Spaltung

Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist der deutsche Medienmarkt gespalten. Die Gründe für das „innerdeutsche“ Ost-West-Gefälle sind kein Geheimnis. Sie liegen hauptsächlich im Nachwende-Kolonialismus der westdeutschen Mehrheitsgesellschaft. Das aktuelle Arbeitspapier der Otto-Brenner-Stiftung „30 Jahre staatliche Einheit – 30 Jahre mediale Spaltung“ analysiert die Fehlentwicklungen und macht Reformvorschläge.
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nd: Genossenschaft – eine gute Idee?

Das „neue deutschland“, vor Jahren noch stolz als „die Linke unter den Großen“ beworben, wird Ende April 75 Jahre alt. Feierstimmung wird bei den etwa 100 Machern der „Sozialistischen Tageszeitung“ kaum aufkommen. Sie haben andere Sorgen: Am 22. Februar hat die Geschäftsführung informiert, dass die Gesellschafter die ND Druckerei und Verlag GmbH zum Jahresende auflösen wollen. Stattdessen könne eine Genossenschaft gegründet werden. Fragen an Redaktionssprecherin Haidy Damm.
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Streamingdienste könnten Kinos verdrängen

Als ob die Corona-Krise den Kinobetreiber*innen nicht schon genügend Schwierigkeiten bereitet, gibt es nun ein weiteres, umfassendes Problem: Große US-Filmstudios setzen auf eigene Streamingdienste und wollen dieses Jahr ihre Blockbuster nicht mehr zuerst im Kino zeigen. Damit schwindet der exklusive Vorsprung des Kinos. Ist das Gemeinschaftserlebnis vor großer Leinwand in Gefahr?
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Die dju – ein Angebot zur Mitgestaltung

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