Sauer auf Bauer

Mit sauren Gurken und anderer „Roh“-Kost demonstrierten Beschäftigte des Bauer-Verlages in Hamburg gegen die angebotenen Miniabfindungen für 21 von Entlassung bedrohte Redakteurinnen und Redakteure.

Der Hintergrund: Zum 1. September werden die Abteilungen Listing und Sparte der Zentralen Programmredaktion des Bauer-Verlages geschlossen und an externe Dienstleister vergeben. Betroffen sind viele ältere Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil seit über 20 Jahren dem Verlag angehören. Sie sollen pro Jahr der Beschäftigung bei Bauer nur 0,4 Monatsgehälter als Abfindung bekommen, wobei die Kappungsgrenzen nach dem Kündigungsschutzgesetz angewendet werden sollen. Das heißt zum Beispiel: Wer älter als 55 Jahre ist und 20 oder mehr Jahre bei Bauer auf dem Buckel hat, bekommt nur 18 Jahre angerechnet. Die Verhandlung eines Sozialplans, wie vom Betriebsrat gefordert, hat die Geschäftsleitung abgelehnt, weil „zu wenige“ Kolleginnen und Kollegen betroffen seien.

mt

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Demo für eine starke Welle

Unter dem Motto: „Deutsche Welle stärken! Für Dialog und Medienfreiheit – weltweit!“ demonstrierte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammen mit einem gewerkschaftlichen Aktionsbündnis heute in Berlin. Grund sind die drohenden Entlassungen von Beschäftigten der Deutschen Welle.
mehr »

Haltestelle verpasst

Der digitale Omnibus der EU droht Grundrechte zu verwässern. Er enthalte eine Reihe technischer Änderungen an digitalen Rechtsvorschriften, die ausgewählt worden seien, um „Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und Bürgern gleichermaßen Soforthilfe zu bieten und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern,“ schrieb die EU- Kommission im Dezember vergangenen Jahres.
mehr »

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »