Leserbrief: Kollege Bürgerjournalist

Kommentiert & aufgespießt: „Schindluder“ in M 12/2009

Ich stimme Karin Wenk in ihrer Einschätzung zu, dass die Blogger und Bürgerjournalisten zu einer Senkung der Lohnstandards der Journalisten beitragen. Umso notwendiger ist es, dass ver.di diese „Neuen“ als angehende Kolleginnen und Kollegen begrüßt, in dem sie ihnen vermittelt, dass sie für ihre Arbeit auch Lohn verlangen können und sollen. Dann fällt auch deren Lohndrückerfunktion fort. Nicht diese Bürgerjournalisten schaden dem Qualitätsjournalismus, sondern die zunehmende Auslagerung journalistischer Arbeit und die immer größere Arbeitsbelastung in den Redaktionen. Dem gegenüber nehmen sich Blogger oder Bürgerjournalisten für ihre Themen oft viel Zeit, was die journalistische Qualität gerade nicht schmälert. Auch viele Kollegen in den Printmedien haben einmal in einem Teilgebiet, sei es Umweltschutz, Antifaschismus, Gewerkschaftsarbeit, ihre journalistische Ader entdeckt.

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