Unser Service: Termine, Ausschreibungen, Stipendien und Preise aus dem Bereich Medien und Journalismus finden sie in unserer Service-Rubrik. Die Leute-Kolumne präsentiert monatlich die wichtigsten Köpfe der Medienbranche.
Roman Brodmann Preis für den politisch-investigativen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilm
Der Roman Brodmann Preis würdigt jährlich herausragende Werke des politischen Dokumentarfilms mit klarer Autor*innenhandschrift. Benannt nach dem Fernsehjournalisten und Dokumentarfilmer Roman Brodmann (1920–1990), ehrt der Preis Produktionen, die mit filmischer Kraft und gesellschaftlicher Relevanz unsere Zeit befragen – mutig, analytisch und engagiert. Mit der Ausschreibung lädt das Haus des Dokumentarfilms – Europäisches Medienforum Stuttgart e. V. Filmschaffende, Autor*innen und Produzent*innen ein, ihre Arbeiten einzureichen. Gesucht werden Filme und dokumentarische Formate, die Haltung zeigen – Werke, die Widersprüche aushalten, Perspektiven öffnen und zum öffentlichen Diskurs beitragen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und richtet sich an Produktionen, die zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 19. Februar 2026 produziert, erstmals veröffentlicht oder gesendet wurden.
Investigativjournalismus-Fellowship von Netzwerk Recherche und den Neuen deutschen Medienmacher*innen
Das Investigativjournalismus Fellowship von Netzwerk Recherche und den Neuen deutschen Medienmacher*innen fördert seit 2021 junge Journalist*innen mit Migrationsgeschichte, Rassismus- oder Armutserfahrungen, die Missstände aufdecken und im Investigativjournalismus Fuß fassen wollen.
Missstände aufzudecken ist essenziell für eine funktionierende Demokratie. Doch wenn Medien vorwiegend von Perspektiven der Mehrheitsgesellschaft geprägt sind, bleiben wichtige Themen unerzählt. Journalist*innen mit vielfältigen Lebenserfahrungen erweitern den Blick auf unsere Gesellschaft und stärken damit die demokratische Öffentlichkeit. Viele Journalist*innen, die genau diese Perspektiven einbringen könnten, scheitern jedoch an finanziellen Hürden und fehlenden Netzwerken. Das will das Fellowship ändern und vergibt
dafür 1.300 Euro pro Monat – bestehend aus Praktikumsgehalt und NR-Stipendium.
Der „medienspiegel“ wird jährlich von der Vereinigung der Medien-Ombudsleute (VdMO) und der Initiative Tageszeitung (ITZ) vergeben. Ziel des Preises ist es, „die Selbstreflektion, die Fähigkeit zur Selbstkritik und die Bereitschaft zur Transparenz in den Medien zu fördern und in der öffentlichen Wahrnehmung zu verstärken“, so die Ausschreibung. Der undotierte „medienspiegel – Preis für transparenten Journalismus“ wird seit 2016 jährlich vergeben. Preisträger der Haupt- und Sonderpreise waren bisher unter anderem Zeit online, die Süddeutsche Zeitung, der Mannheimer Morgen , die Neue Züricher Sonntagszeitung und die inklusive Redaktion „andererseits“ aus Wien.
Robert Geisendörfer Preis für Hörfunk-, TV- und Online-Formate
Der Robert Geisendörfer Preis ist der Medienpreis der evangelischen Kirche für Hörfunk und Fernsehen und seit 2022 auch für Online-Formate. Er wird im Gedenken an einen christlichen Publizisten Robert Geisendörfer vergeben, der auch als Rundfunkfachmann, Medienpolitiker und Fernsehbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland Maßstäbe journalistischer Profession und Passion gesetzt und sich in vielfältiger Weise um den Rundfunk verdient gemacht hat. Die Robert Geisendörfer Preise werden jährlich für Hörfunk- und Fernsehsendungen bzw. hörfunk- und fernsehähnliche Produktionen aus allen Programmsparten vergeben, die einen besonderen Beitrag zur gesellschaftlichen Kommunikation leisten. Ausgezeichnet werden publizistische Leistungen, die das individuelle und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, die zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, Völkern und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter beitragen und somit die christliche Orientierung vertiefen sowie Zeugnis und Dienst der Kirche unterstützen. Anmeldungen sind nur durch die Sender möglich.
Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) schreibt den Theodor-Wolff-Preis
(TWP) erneut aus. Mit dem Preis werden Autorinnen und Autoren gewürdigt, die das Bewusstsein für Qualität und Verantwortung journalistischer Arbeit lebendig erhalten. Vergeben wird je ein Preis für herausragende Beiträge in den drei Kategorien Lokales & Zusammenhalt, Gesellschaft & Dialog sowie Zukunft & Verantwortung. Jeder Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Akzeptiert werden Artikel, die im Jahr 2025 in einer deutschen Tages-, Sonntags- oder politischen Wochenzeitung erschienen sind, sowie Beiträge digitaler journalistischer Marken/Portale.
Der Wächterpreis der Tagespresse zeichnet Journalisten aus, die durch ihre Arbeit als Wächter Missstände aufdecken und behandeln, sachfremde Einflüsse auf die Presse offenlegen und damit der verfassungspolitischen Funktion der Tagespresse in besonderem Maße entsprechen. Ausgezeichnet werden Beiträge, die mit außergewöhnlicher Gründlichkeit, Unabhängigkeit und Courage verdeckte Missstände von erheblicher demokratischer oder gesellschaftlicher Relevanz aufdecken und damit konkrete Wirkung im öffentlichen Raum entfalten. Prämiert werden Beiträge, die systematisch recherchierte Fakten ans Licht bringen, Macht kontrollieren, Verantwortung einfordern und auf diesem Weg das Gemeinwohl stärken. Die ausgezeichneten Beiträge müssen auf eigenständiger, origineller und tiefgehender Recherche beruhen, die über routinemäßige Berichterstattung deutlich hinausgeht. Der Wächterpreis ist mit 6.000 Euro dotiert.
Ausgezeichnet wird eine Redaktion, die mit außergewöhnlicher Gründlichkeit, Unabhängigkeit und Courage verdeckte Missstände von erheblicher demokratischer oder gesellschaftlicher Relevanz aufdeckt und damit konkrete Wirkung im öffentlichen Raum entfaltet. Preiswürdig sind Redaktionen, die systematisch recherchierte Fakten ans Licht bringen, Macht kontrollieren, Verantwortung einfordern und auf diesem Weg das Gemeinwohl stärken. Erwartet wird eine stringente Beweisführung mit sorgfältiger Verifikation. Die Recherche soll ein Thema von klar erkennbarem öffentlichem Interesse betreffen und wesentlich zur Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger beitragen. Das Wächterpreis-Stipendium für die investigative Leistung einer Redaktion ist mit 10.000 Euro dotiert.
Studien- und Reisestipendien der Karl-Gerold-Stiftung
Seit 1975 fördert die Karl-Gerold-Stiftung einen engagierten, der Demokratie und sozialen Gerechtigkeit verpflichteten Journalismus. Karl Gerold, langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der „Frankfurter Rundschau“, hat die Stiftungsverfassung noch zu seinen Lebzeiten festgelegt. In der Präambel hat er festgeschrieben, dass die Stiftung von ihm „bestimmt“ ist, die „Haltung der „Frankfurter Rundschau“, wie sie von ihm als Herausgeber, Verleger und Chefredakteur geprägt ist, zu erhalten. Nach seinem Willen soll sie eine „unabhängige, politisch engagierte, linksliberale Tageszeitung, verpflichtet dem Geist des Grundgesetzes und den Menschenrechten und ständig eintretend für das unbedingte Prinzip der Demokratie und für soziale Gerechtigkeit“ sein und bleiben. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, insbesondere auf dem Gebiet des Zeitungswesens und des graphischen Gewerbes; er wird derzeit erfüllt durch Studienstipendien für Studierende an Journalistenschulen, Hoch- und Fachschulen sowie
Reisestipendien für Nachwuchskräfte im Zeitungswesen.
Eine schwere Lungenkrankheit kann jeden treffen. Als gesunder Mensch hat man keine Vorstellung davon, wie es sich anfühlt, wenn jeder Atemzug zur Qual wird. Ganz selbstverständlich und unbemerkt atmen wir ein… und aus… und ein – ohne Schmerzen, ohne Angst. Doch unsere Lunge und Atemwege sind anfälliger für schädliche Belastungen aus der Umwelt, als wir denken. Allein in Deutschland sterben täglich fast 200 Menschen an den Folgen einer Lungenerkrankung. Leider wissen nur die wenigsten, mit welchen, oft simplen, Maßnahmen sie ihr sensibelstes Organ schützen und einer schweren Erkrankung vorbeugen können. Aufklärung kann Leben retten. Mit der regelmäßigen Ausschreibung ihres Journalistenpreises setzt sich die Stiftung AtemWeg dafür ein, die Lunge, deren Physiologie oder ihre Erkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu holen. Der Journalistenpreis der Stiftung Atemweg wird im zweijährigen Turnus verliehen.
Vorbildliche journalistische und fotografische Arbeiten verdienen ebenso eine Ehrung wie die sportlichen Leistungen, die mit guter Lokalsportberichterstattung gewürdigt werden. Um derartige Konzepte, Serien und Beiträge zu fördern und zu unterstützen, schreibt der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) in Zusammenarbeit mit der Brauerei C. & A. Veltins den VELTINS-Lokalsportpreis bereits zum 23. Mal aus. Ausgezeichnet werden herausragende Arbeiten in Wort, Bild und Online, die durch journalistisches Gespür, Themenwahl und Recherche den Qualitätsjournalismus im Lokalsport fördern, aber auch neue lesernahe Impulse geben.
Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig unterstützt die Freiheit der Presse und damit auch die Erinnerung an den Herbst 1989 durch die jährliche Vergabe des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien“. Dieser Preis wird an Journalistinnen und Journalisten, Medienschaffende, Verlegerinnen und Verleger, aber auch Medieninstitutionen verliehen, die sich mit Risikobereitschaft, hohem persönlichem Engagement, mit Beharrlichkeit und demokratischer Überzeugung für die Sicherung und Entwicklung der Pressefreiheit einsetzen.
Nach einem Jahr Pause wird 2026 der Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus wieder ausgeschrieben. Für die 21. Ausschreibung wurde der Preis weiterentwickelt, der Fokus neu ausgerichtet; außerdem gibt es nun eine Kooperation mit dem Netzwerk Recherche (NR) eingegangen.
Die Vergabe von Recherchestipendien wird in Anzahl und Dotierung aufgewertet, um die Recherche als Fundament des kritischen Journalismus zu stärken. Auch wird der Preis ab 2026 im Rahmen der NR-Jahreskonferenz in Hamburg vergeben.
Die Zielsetzung des Preises bleibt bestehen. Der Preis für kritischen Journalismus orientiert sich am politischen Vermächtnis Otto Brenners: Er machte Zivilcourage zum Maßstab seines Handelns und forderte das auch von seinen Mitmenschen.
Durch die Vergabe des Preises und der Stipendien sollen gesellschaftlich relevante, nicht ausreichend behandelte Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Dazu gehören Themen wie: unternehmerische Verantwortung, Macht- oder Amtsmissbrauch, Diskriminierung, Manipulation der öffentlichen Meinung, Missmanagement, Korruption usw. Journalist*innen, insbesondere auch am Anfang ihrer Karriere, werden ermutigt, ungeachtet möglicher Konsequenzen, unbequeme Fragen zu stellen und Missstände klar zu benennen. Insgesamt ist der Otto-Brenner-Preis mit 35.000 Euro dotiert.
ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg 2026 für Prosa
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Berlin-Brandenburg schreibt den ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg 2026 aus. Der Literaturpreis wird in diesem Jahr in der Kategorie Prosa vergeben und ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro dotiert. Mit dem Literaturpreis würdigt ver.di herausragende literarische Arbeiten und fördert Autor*innen aus Berlin und Brandenburg. Ausgezeichnet werden Prosatexte, die durch sprachliche Qualität, Originalität und inhaltliche Tiefe überzeugen. Die Jury trifft ihre Entscheidung auf der Grundlage eingesandter, deutschsprachiger Veröffentlichungen in Buchform, die innerhalb der letzten drei Jahre erstmals erschienen sind und die nicht vom Autor/der Autorin (mit-) finanziert wurden. Pro Autor*in kann jeweils nur eine deutschsprachige Veröffentlichung in Buchform für den genannten Zeitraum eingereicht werden. Die Bewerbung für den Literaturpreis kann durch Verlage, Literaturvereine, Autorenvereinigungen u.ä. erfolgen, ebenso durch die Autor*innen selbst. Es sind drei Exemplare einzureichen, die nicht zurückgegeben werden. Teilnahmeberechtigt sind Autor*innen mit Wohnsitz in Berlin oder Brandenburg. Die eingereichten Texte werden von einer unabhängigen Jury aus Literatur- und Kulturschaffenden begutachtet. Der ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg wird seit 2004 vergeben und wechselt jährlich das Genre. Er hat sich als wichtige regionale Auszeichnung etabliert und leistet einen Beitrag zur Stärkung der literarischen Vielfalt und der Arbeitsbedingungen von Autor*innen.
Anmeldung
Einreichungen bitte an: ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg, z. H. Sandy Schulz, Am Bahnhof Westend 3, 14059 Berlin.
Zürich: Winterkongress der Digitalen Gesellschaft (20.02. – 21.02.2026)
Die Digitale Gesellschaft lädt zum neunten Winterkongress in der Roten Fabrik in Zürich ein. Behandelt werden Themen rund um Informationstechnologie, Digitalisierung und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft in verschiedenen Vorträgen und Workshops. Der Winterkongress ist das jährliche Treffen der Digitalen Gesellschaft: Am Freitagabend, 20. Februar und Samstag, 21. Februar zum neunten Mal Hacker, Programmiererinnen, Aktivisten und Interessierte kommen zusammen, um sich zu den Themen rund um Informationstechnologie, der Vernetzung und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft auszutauschen. Ein Ticket für Nichtmitglieder kostet 40 und für Mitglieder 30 Schweizer Franken. Für Geringverdienende und Helfer*innen sind Gratiscodes verfügbar.
Das detaillierte Programm kann auf winterkongress.ch eingesehen, Eintrittskarten können gleich dort bezogen werden.
Das Seminar soll größere Sicherheit bei der Erschließung des Medienmarktes und der Vermarktung journalistischer Leistungen vermitteln sowie in der Praxis anwendbare Beispiele für die Selbstvermarktung zur Diskussion stellen. Das Seminar wendet sich vor allem an Journalist*innen, die den Einstieg in den Markt als Freie frisch vollzogen haben oder noch vollziehen wollen, aber auch an Kolleg*innen, die sich ein neues, bisher nicht genutztes Medium erschließen wollen.
Das Seminar soll größere Sicherheit bei der Erschließung des Medienmarktes und der
Vermarktung journalistischer Leistungen vermitteln sowie in der Praxis anwendbare
Beispiele für die Selbstvermarktung zur Diskussion stellen. Das Seminar wendet sich vor allem an Journalist*innen, die den Einstieg in den Markt als
Freie frisch vollzogen haben oder noch vollziehen wollen, aber auch an Kolleg*innen, die sich
ein neues, bisher nicht genutztes Medium erschließen wollen.
Auch im Jahr 2024 gibt es wieder einen neuen Presseausweis mit neuer Farbstellung und weiteren Sicherheitsmerkmalen. Der Presseausweis bleibt ein wichtiges Recherchewerkzeug für alle hauptberuflich tätigen Journalistinnen und Journalisten.