Laute Protestaktion bei Thomson Reuters

Aktive Mittagspause für höhere Gehälter und Inflationsausgleich bei der Thomson Reuters Germany GmbH in Berlin am Potsdamer Platz. Organisiert wurde die Aktion von ver.di und djv. Foto: Christian v. Polentz

Beschäftigte des Medienunternehmens Thomson Reuters Germany GmbH protestierten in Berlin, Frankfurt, München und Düsseldorf mit einer aktiven Mittagspause. Ihr Protest gibt in der aktuellen Tarifverhandlung ein Signal an die Geschäftsführung, die bisherigen Gehaltsangebote erheblich nachzubessern. Die Gewerkschaften ver.di und DJV fordern Gehaltserhöhungen in angemessener Höhe, die den Teuerungen des Jahres 2023 Rechnung tragen.

Die Arbeitgeber boten ein Paket aus Tarifanhebungen, Leistungszulagen und geringer Inflationsausgleichszahlung an, das insgsamt auf kaum mehr als drei Prozent hinausläuft. Den Gewerkschafter*innen ist das deutlich zu wenig.

„Die Gehaltsangebote der Geschäftsführung liegen weit unter dem, was notwendig ist, um den gestiegenen Lebenshaltungskosten gerecht zu werden“, sagt Jörg Reichel, Geschäftsführer der dju in ver.di Berlin-Brandenburg. „Die Tarifkommission hat deshalb beschlossen, den Gehaltstarifvertrag zu kündigen und hat zu einer aktiven Mittagspause aufgerufen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Teilnahme der vielen Kolleginnen und Kollegen ist ein deutliches Signal an den Arbeitgeber nachzubessern. Professioneller und unabhängiger Journalismus darf durch die Inflation nicht an Wert verlieren.“

Die Tarifverhandlungen zum Gehaltstarifvertrag bei Reuters Editorial gehen am 28. April in die dritte Runde. DJV und ver.di haben den Tarifvertrag bereits formal gekündigt, um ihre Forderungen nach einer angemessenen Gehaltssteigerung zu unterstreichen

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Journalistinnen vor Online-Hass schützen

Zum Internationalen Frauentag warnt die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di vor zunehmender digitaler Gewalt gegen Journalistinnen. Die Gewerkschaft fordert verbindliche Schutzstandards für Medienschaffende und mehr Verantwortung der Medienhäuser beim Schutz ihrer Beschäftigten.
mehr »

UCI gibt im Tarifkonflikt nach

Nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die United Cinemas International (UCI) im Tarifkonflikt in der dritten Verhandlungsrunde auf ein umfassendes Tarifergebnis verständigt. „Damit sind weitere Streiks in den UCI-Kinos vorerst abgewendet“, so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn.
mehr »

Etatkürzungen bei der Deutschen Welle

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die Bundesregierung für den drastischen Programm- und Personalabbau bei der Deutschen Welle. Aufgrund einschneidender Kürzungen im Haushalt des deutschen Auslandssenders werden über 160 Stellen gestrichen.
mehr »

Kino-Streiks zur Berlinale wirken 

Die Streiks während der Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale) haben Bewegung in die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kinobetreiber CineStar gebracht. „Die Verhandlungen heute fanden in einer spürbar konstruktiveren Atmosphäre statt als beim letzten Mal“, so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn bei der soeben beendeten zweiten Tarifverhandlungsrunde in Berlin.
mehr »