AP soll an ddp verscherbelt werden

Der Deutsche Depeschendienst (ddp) will den deutschen Dienst von Associated Press (AP) kaufen. Das haben Ende September sowohl ddp als auch die Londoner AP-Zentrale bestätigt. Die Verhandlungen laufen.

Einzelheiten über die Form der Beteiligungen oder künftige Strukturen oder gar über die Zukunft der rund 120 AP-Beschäftigten sind bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Wen wundert es, dass die Verunsicherung unter den Betroffenen groß, die Stimmung schlecht ist. Schwer zu glauben, dass ddp mit seinen mehr als 140 fest angestellten Wort- und Bildredakteuren AP ohne Abstriche am Personal übernimmt. Erschwerend kommt hinzu, dass AP über einen Tarifvertrag verfügt, ddp dagegen nicht. Das heißt für die dju in ver.di, dass „wir uns im Falle eines Verkaufes für den Erhalt der Arbeitsplätze der AP-Mitarbeiter einsetzen. Und dann wäre das doch eine gute Gelegenheit, endlich Verhandlungen über den lange geforderten Haustarifvertrag auch für ddp aufzunehmen“, so Ulrike Maercks-Franzen, dju-Bundesgeschäftsführerin.

   wen 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Kino-Streiks zur Berlinale wirken 

Die Streiks während der Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale) haben Bewegung in die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kinobetreiber CineStar gebracht. „Die Verhandlungen heute fanden in einer spürbar konstruktiveren Atmosphäre statt als beim letzten Mal“, so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn bei der soeben beendeten zweiten Tarifverhandlungsrunde in Berlin.
mehr »

Berliner Zeitung expandiert nach Osten

Der Verleger Holger Friedrich hat offenbar Sympathien für den Kreml und die AfD. Nun bringt er die Ostdeutsche Allgemeine als „Leitmedium“ für Ostdeutschland auf den Markt. Was tut der Konkurrent Madsack, an dem die SPD beteiligt ist? Er kooperiert mit Friedrich. In der Branche gibt es Erstaunen.
mehr »

Mehr Regionalität bei WDR und NDR

WDR und NDR gehen neue Wege bei der der regionalen Berichterstattung. Beim WDR sollen demnach zum 1. Januar 2027 die bisherigen Programmbereiche Aktuelles und Landesprogramme zu einem neuen Programmbereich mit dem Arbeitstitel "NRW" zusammengelegt werden - sofern die WDR-Gremien dem Vorhaben zustimmen. Der NDR startet ein neues Format für Jüngere bei YouTube.
mehr »

Spanien droht Musk mit Strafen

Für Elon Musk, Chef der Online-Plattform X ist der spanische Regierungschef ein „Tyrann“ oder ein „Faschist“. Pedro Sanchez will "Tech-Oligarchen" wie Musk persönlich strafrechtlich für Inhalte auf ihren Plattformen und für Manipulationen an Algorithmen verantwortlich machen und ein Social-Media-Verbot für junge Menschen einführen.
mehr »