AP soll an ddp verscherbelt werden

Der Deutsche Depeschendienst (ddp) will den deutschen Dienst von Associated Press (AP) kaufen. Das haben Ende September sowohl ddp als auch die Londoner AP-Zentrale bestätigt. Die Verhandlungen laufen.

Einzelheiten über die Form der Beteiligungen oder künftige Strukturen oder gar über die Zukunft der rund 120 AP-Beschäftigten sind bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Wen wundert es, dass die Verunsicherung unter den Betroffenen groß, die Stimmung schlecht ist. Schwer zu glauben, dass ddp mit seinen mehr als 140 fest angestellten Wort- und Bildredakteuren AP ohne Abstriche am Personal übernimmt. Erschwerend kommt hinzu, dass AP über einen Tarifvertrag verfügt, ddp dagegen nicht. Das heißt für die dju in ver.di, dass „wir uns im Falle eines Verkaufes für den Erhalt der Arbeitsplätze der AP-Mitarbeiter einsetzen. Und dann wäre das doch eine gute Gelegenheit, endlich Verhandlungen über den lange geforderten Haustarifvertrag auch für ddp aufzunehmen“, so Ulrike Maercks-Franzen, dju-Bundesgeschäftsführerin.

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