Arbeitslosenversicherung für Freie neu geregelt

Mit dem „Beschäftigungschancengesetz“, das im Juli das Parlament passierte wurde auch die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige, die nach bisheriger Regelung zum Jahresende ausläuft, verlängert und neu geregelt. Neu ist, dass die Beiträge beträchtlich steigen: Sie können 2011 bei knapp 40 Euro im Monat liegen, ab 2012 sind sogar bis zu 80 Euro zu berappen. Neu festgelegt ist auch, dass nicht beliebig oft zwischen Selbständigkeit und Arbeitslosengeldbezug gewechselt werden kann. Wurde Arbeitslosengeld zweimal bezogen, ist ein neuerlicher Weg in die Versicherung versperrt. Außerdem: wer die Aufnahme in die freiwillige Arbeitslosenversicherung beantragt, bindet sich fünf Jahre. Attraktiv bleibt die freiwillige Weiterversicherung für unständig und auf Produktionsdauer Beschäftigte bei Rundfunk, Film und Fernsehen. Alle anderen, die sich bisher zu günstigen Beiträgen selbst versichert hatten, müssen nun abwägen, ob sich die künftig teure Angelegenheit für sie wirklich lohnt. Wer nach den bisherigen Bedingungen abgesichert war, kann seine Versicherung ausnahmsweise zum 1. Januar 2011 kündigen, die Frist dafür endet am 31. März 2011.
www.mediafon.net unter Ratgeber/Sozialversicherung

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Umfragen, die ins Weltbild passen

Junge Männer wollen, dass Frauen ihnen gehorchen? Meinungsforschungsinstitute vermarkten geschickt ihre zweifelhaften Umfrageergebnisse - und Medien folgen unkritisch der vorgegebenen Interpretation. Wie sich Geschlechterrollen auch in der Berichterstattung verfestigen können.
mehr »

Kritisch, regional und investigativ

„Regionaljournalismus – wichtiger denn je“ war das Forum der Initiative Qualität im Journalismus im Presseclub Nürnberg überschrieben. Die Initiative, bei der auch die dju in ver.di mitarbeitet, diskutierte über die in der Region besonders große Dichte von Privatradios, das Berichten über Rechtsextremismus und Deepfakes.
mehr »

Tschüss Papier, hallo Pixel

Ab heute ist die überregionale Tageszeitung nd-Der Tag, nach 80 Jahren, nur noch online zu lesen. Die gedruckte Wochenendausgabe bleibt bestehen. Seit dem 1. Januar 2022 hat die Zeitung die Rechtsform einer Genossenschaft.
mehr »

Immer Ärger mit der Obrigkeit

In seinem aktuellen Buch „Meinungsfreiheit“ analysierte Ronen Steinke deren aktuellen Zustand. Der promovierte Jurist und leitende Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung spricht mit M über seine Schlussfolgerungen.
mehr »