Honorarsenkungen für Sonderseiten bei der WAZ-Gruppe

ESSEN. Freie Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe haben am 30. April neue Honorarregelungen von MediaSales@Service erhalten, die ab dem 1. Mai für die Produktion von lokalen Sonderseiten mit lokalen Inhalten gelten. MediaSales@Service gehört zur WAZ-Mediengruppe und besteht aus fünf Regionalgesellschaften in NRW, in denen das Anzeigengeschäft gebündelt ist. MediaSales@Service bezahlt nun unter anderem ein einheitliches Zeilenhonorar von 23 Cent, ein einheitliches Bildhonorar von 13,50 Euro, und das unter Inanspruchnahme umfangreicher Verwertungsrechte, für die Produktion von Sonderveröffentlichungen, Anzeigensonderseiten und Kollektiven, die den Tageszeitungen der WAZ-Mediengruppe angeboten werden. Die Redaktionen der Tageszeitungen sind komplett außen vor und haben keinen Einfluss. Die Sonderseiten werden „eingekauft“.
„Diese Honorare liegen zum Teil bis zu 40% unter denen, die bisher gezahlt wurden und sind damit von einer angemessenen Vergütung weit entfernt“, schätzt Jutta Klebon, ver.di Mediensekretärin in NRW ein. „Leider sind die seit Jahren andauernden Verhandlungen zu einer angemessenen Vergütung mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger immer noch nicht abgeschlossen. Aber unabhängig davon hat jeder Urheber nach § 32 Urhebervertragsgesetz den Anspruch auf eine angemessene Vergütung und dies gilt selbstverständlich auch für Tochterunternehmen von Verlagen.“
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www.medienmoral-nrw.de

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Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Kieler Nachrichten reduzieren Honorare

Die „Kieler Nachrichten“ wollen ein neues Honorarsystem für ihre freien Mitarbeiter*innen einführen. Danach sollen die Freien künftig nach einem „Baukasten-System“ entlohnt werden. Im Vergleich zu bisherigen Regelungen bedeute das für die Freien generell eine Reduzierung ihrer Honorare, schätzen die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der DJV Schleswig-Holstein diese kritikwürdigen Pläne ein.
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SZ bezieht Onliner in Tarifbindung ein

Die „Süddeutsche Zeitung“ wird künftig den Flächentarifvertrag im Zuge der Zusammenführung von „SZ Print“ und „SZ Digitale Medien“ (SZDM) auch auf die weit über 100 Beschäftigten der Online-Redaktion ausweiten. ver.di begrüßt die Entscheidung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Das sei „das richtige Signal der Wertschätzung, wenn künftig auch die Onlinerinnen und Onliner von den tariflichen Standards profitieren sollen“, erklärte das für Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
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Auch intern unbequem

„Panorama“ ist nicht das erste, aber das älteste Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Und es hatte eine schwere Geburt. Was da am 4. Juni 1961 auf dem Bildschirm in Schwarz-Weiß Premiere feierte, war ein ziemlich unverdaulicher Kessel Buntes aus aktueller Politik, Auslandsreportage und Unterhaltung. Doch schon bald hatte „Panorama“ seine erste Sternstunde.
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