Kein Fortschritt bei CineStar in Bamberg

Am 8. März fanden die Verhandlungen für das CineStar Bamberg in Nürnberg statt. Auch hier hatte der Arbeitgeber, ähnlich wie schon in Osnabrück und Dortmund, kein Angebot vorbereitet. Allerdings scheint der bisherige Streikdruck so groß zu sein, dass die Arbeitgeber einem Tarifvertrag nicht mehr ganz so ablehnend gegenüber stehen.

Sie argumentierten jedoch erneut für eine unternehmenserfolgsabhängige Entgeltregelung. Dies lehnte ver.di auch für Bamberg ab. Diskutiert wurden die Forderungen der Gewerkschaft, insbesondere über die Entgelthöhe und die Notwendigkeit, innerhalb der Laufzeit des Tarifvertrages den von ver.di geforderten Mindestlohn von 8,50 € zu erreichen. Die Arbeitgeber offerierten, bis Ende März ein Angebot vorzulegen, Details dazu gab es nicht. Damit habe diese Verhandlung keinerlei Auswirkungen auf die aktuellen Arbeitskampfaktivitäten, heißt es in der ver.di-Tarifinformation. „Gerade jetzt gilt: Druck machen, Tarifvertrag durchsetzen!“

 

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Chance nicht vergeben: Whistleblowing regeln

Vor genau einem Jahr hat die Europäische Union eine Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden, die sogenannte Whistleblowing-Richtlinie, verabschiedet. Die Umsetzung in nationales Recht kommt in Deutschland nicht voran. Statt Rechtssicherheit für Hinweisgeber*innen zu schaffen und damit auch investigativen Journalismus zu stärken, streiten die zuständigen Ministerien darüber, ob sie die Richtlinie überhaupt national anwenden oder auf EU-Recht beschränken sollen.
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Bayerischer Rundfunk hat neue Intendantin

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR) hat am 22. Oktober Dr. Katja Wildermuth zur neuen Intendantin gewählt. Wildermuth ist damit die vierte Frau, die aktuell einen Chefsessel in den elf öffentlich-rechtlichen Sendern besetzt und die erste Intendantin in der Geschichte des BR. Für ihre Wahl hatten sich auch das BR Frauennetzwerk mit Appellen an die Rundfunkratsmitglieder stark gemacht. Die neuen Intendantin wurde überraschend klar mit 38 von 48 Stimmen im ersten Wahlgang gekürt.
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Schon entdeckt? Reportagen

In dem Schweizer Magazin „Reportagen“ gibt es Reportagen zu lesen, und zwar nur Reportagen. Das funktioniert, besonders bei den Jüngeren. „Reportagen“ ist das einzige deutschsprachige Magazin, das sich ausschließlich auf diese Königsdisziplin des Journalismus fokussiert. Es fühlt sich an wie ein Buch – es sieht auch ein bisschen so aus – griffiges Hardcover im DIN-A-5-Format. Auf dem Cover ist kein großformatiges Foto, sondern Text, das Inhaltsverzeichnis. Auch im Inneren gibt es keine Fotos, sondern nur Zeichnungen und Illustrationen.
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Wenn Bildredaktionen und Kompetenz fehlen

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