Null-Angebot im Osten

Kein Sondertarifvertrag mit ver.di

Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten in den Zeitungsverlagen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fand Mitte Mai in Hamburg statt. Nach kurzer Zeit wurde sie ergebnislos abgebrochen und auf den 14. Juni vertagt. Aufgrund dieses „Ergebnisses“ vereinbarte man im Anschluss in der zweiten Runde für die Verlagsbeschäftigten in Schleswig-Holstein denselben Fortsetzungstermin.

Die Arbeitgeberseite hatte eigens für Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg eine Verhandlungsgemeinschaft gebildet. Ein konkretes Angebot legte sie nicht vor. Dafür kam der Ruf nach noch mehr Öffnungsklauseln. Vehement wurde auf die besondere Situation in den beiden Ostländern hingewiesen, die sich signifikant von anderen Regionen unterscheiden würde. Eine stichhaltige Begründung mit vergleichbaren Fakten aus anderen Regionen blieben die Arbeitgeber schuldig. Ver.di begründete nochmals seine Forderung von 6,5 Prozent. Ein Sonder-Tarifvertrag Ost sei mit ver.di nicht zu machen, hieß es.


 

Links

www.verdi.de
www.verdi.de/fachbereiche/medien_kunst_industrie/dju,
neu: http://dju.verdi.de/

www.connexx-av.de
www.rundfunkfreiheit.de
www.mediafon.net

nach oben

weiterlesen

ARD-Beschäftigte im Warnstreik

Die Beschäftigten von Norddeutschem und Westdeutschem Rundfunk wollen sich nicht mit der Verzögerungstaktik der ARD in der laufenden Tarifrunde abfinden. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, folgten viele dem ver.di-Aufruf zu einem  Warnstreik am 24. Mai. Denn gesellschaftliche Wertschätzung bedeute auch einen angemessenen Inflationsausgleich. Bei galoppierender Inflation bräuchten die Beschäftigten jetzt ein Angebot, dass den Namen verdiene, so ver.di. Und wollten sich nicht weiter hinhalten lassen.
mehr »

Kino: Tariferhöhungen in zwei Stufen

Die Kinobeschäftigten gehören nach wie vor zu den Geringverdienern noch dazu mit unsteten Arbeitszeiten. Bei CinemaxX bekommen sie nun mehr ins Portemonnaie. Nach fünf Verhandlungsrunden mit dem Kinokonzern hat die ver.di-Tarifkommission heute dem erreichten Tarifergebnis für die 1200 Beschäftigten zugestimmt. Danach werden die Löhne in zwei Schritten ab Mai um 8 Prozent und ab Oktober dieses Jahres gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit um weitere 7 bis 14 Prozent erhöht. Neu im Entgelttarifvertrag ist die Ausbildungsvergütung, da CinemaxX jetzt und in Zukunft Veranstaltungskaufleute ausbildet.
mehr »

Protest: Geduld der RBB-Freien am Ende  

„Gutes Programm braucht gute Arbeitsbedingungen! – Bloß nicht kaputtsparen!“ Unter diesem kämpferischen Slogan protestierten am 1. Mai vor dem RBB-Fernsehzentrum mehr als 200 freie und feste Mitarbeiter*innen des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen um einen Bestands-TV für Freie und Klagen über massive Arbeitsverdichtung ist die Geduld der Beschäftigten offenbar am Ende. Warnstreik am 5. Mai. (aktualisiert 16:58 Uhr)
mehr »

Freie des RBB machen Osterurlaub

Um wieder Schwung in die Tarifverhandlungen über eine Beschäftigungssicherung der freien Mitarbeiter*innen zu bringen, machen Freie im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) vom 11. bis zum 18. April gemeinsam Urlaub vom Sender. Mehr als 360 freie Mitarbeiter*innen beteiligen sich an der Aktion #wirsindnichtda. Ebenso wie im vergangenen Jahr soll auch diese Aktionswoche in einer Kundgebung am 1. Mai kulminieren.
mehr »