DOK Leipzig 2017: ver.di verlost Karten

48 000 Besucher_innen beim Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm DOK 2016
Foto: Susann Jehnichen

Die 60. Ausgabe von DOK Leipzig eröffnet am 30. Oktober mit David Spaeths Dokumentarfilm „Betrug“. Bis zum 5. November werden auf dem Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK 2017 circa 300 Filme gezeigt. Die ver.di FilmUnion verlost auch in diesem Jahr 15 Tageskarten und 3 Dauerkarten für das Festival. Preisfrage: Wen hat die ver.di-Jury im letzten Jahr ausgezeichnet? Die Antwort bitte per Mail an: berlin@connexx-av.de Einsendeschluss ist der  18. Oktober.

Der Münchener Kindergarten-Krimi „Betrug“, eine Koproduktion von Eikon Südwest und dem SWR, feiert auf der DOK Leipzig 2017 seine Weltpremiere. Er erzählt von einem Hochstapler, dessen Freude am Täuschen ins Kriminelle umschlägt. Gleichzeitig hinterfragt der Film subtil das bürgerliche Statusdenken und den Druck dazugehören zu müssen.

Bastian, ein arbeitsloser Einzelhandelskaufmann aus Halle (Saale), träumt vom scheinbar sorgenfreien Lebensstil der Eltern aus dem gesittet bürgerlichen Stadtteil München-Schwabing und von einem Platz für seinen behinderten Sohn im dortigen kommunalen Kindergarten. Um seinem Glück auf die Sprünge zu helfen, poliert Bastian seine Biografie auf – mit Erfolg. Nicht nur einen Kindergartenplatz, auch die Position als Finanzvorstand des Kindergartens erobert er sich. Angetan von seiner neuen Identität baut Bastian seinen Schwindel zu einem komplexen Lügenkonstrukt aus und verliert sich im Rausch des Rollenspiels. „Wir haben uns mit ‚Betrug‘ für einen Eröffnungsfilm entschieden, der in seiner Machart überraschend ist“, erklärt Festivaldirektorin Leena Pasanen. „Es ist ein unkonventioneller Krimi, der vom Sofa aus erzählt wird und zunehmend seine Raffinesse entfaltet. Die Geschichte entblättert sich erst nach und nach.“

Auch im 60igsten Jahr der DOK Leipzig gibt es einige neue Formate. So den Kurzfilm-Pitch DOK Short‘n’Sweet im Rahmen von Dok Industry. Akkreditierte Filmschaffende haben dort die Gelegenheit, ihr kurzes Dokumentarfilmprojekt renommierten Redakteur/innen und Finanziers vorzustellen. Das Panel bilden Lindsay Crouse (The NYT Op-Docs), Charlie Phillips (The Guardian), Georg Gruber (MAGNETFILM) und Maike Mia Höhne (Berlinale Shorts). Filmideen können bis 15. Oktober kurz und prägnant in 140 Zeichen, der Länge eines Tweets, bei DOK Industry eingereicht werden.

The D-Word, die führende Online Community für die internationale Dokumentarfilmbranche, wird in einem Live-Blogging Eindrücke aus dem Programm von DOK Industry einfangen und registrierten Nutzer/innen zur Verfügung stellen. Unter anderem wird vom 13. DOK Co-Pro Market berichtet, für den 35 Filmprojekte ausgewählt worden sind, die nach internationalen Finanzierungsmöglichkeiten suchen.

Und natürlich wird die ver.di-Jury erneut den mit 2.500 Euro dotierten „ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness“ vergeben. M berichtete über die Preisverleihung 2016.

 

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