Eine Flucht ist kein Zuckerschlecken

„Politikorange“ der Jugendpresse widmet sich „Flucht und Migration“

131 junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren haben sich in acht Länderredaktionen von Januar bis März 2016 zusammengefunden, um das Thema „Flucht und Migration“ für das Magazin der Jugendpresse Deutschland zu bearbeiten. Jetzt ist die neue 40 Seiten starke „Politikorange“ in einer Auflage von 35.000 Exemplaren erschienen und gleichzeitig auch ein Online-Dossier mit vielen weiteren Beiträgen zum Thema. Zusammengearbeitet haben an dieser Veröffentlichung sowohl junge Einheimische wie auch junge Flüchtlinge, denen Dolmetscher_innen zur Seite standen. Vorgestellt hat die Jugendpresse Deutschland die neue „Politikorange“ und die Website am 12. April in der Berliner Kalkscheune.In Stuttgart und Saarbrücken, in Bremen, Hamburg und Eisenhüttenstadt, in Bayreuth, Halle und Dortmund haben die jungen Autor_innen ihre Geschichten gesucht, haben sich mit jungen Flüchtlingen unterhalten und haben sich von Älteren über eigene Fluchterfahrungen berichten lassen, etwa aus dem Sudetenland nach dem Zweiten Weltkrieg oder aus der DDR. Zusammengefasst wurden die Beiträge dann in der Schlussredaktion in Berlin. Die beiden

Diskussion über die Erfahrungen während der Arbeit an der neuen „Politikorange“ mit den beiden Chefredakteurinnen Lilian Pithan (rechts außen) und Claudia Hammermüller (links daneben). Foto: Susanne Stracke-Neumann
Diskussion über die Erfahrungen während der Arbeit an der neuen „Politikorange“ mit den beiden Chefredakteurinnen Lilian Pithan (rechts außen) und Claudia Hammermüller (links daneben).
Foto: Susanne Stracke-Neumann

Chefredakteurinnen Lilian Pithan aus Berlin und Claudia Hammermüller aus Dresden haben die Arbeiten koordiniert. Ein Resümee war für alle Beteiligten ganz klar: „Flucht ist kein Zuckerschlecken“ und niemand flieht freiwillig aus seiner Heimat.
Die Themen des Printhefts und des Dossiers reichen vom Asylrecht bis zu den Problemen unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge, von der Schwangerschaft in der Massenunterkunft bis zur Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger. Flüchtlinge erklären die Situation in ihren Heimatländern, die sie zu diesem gefährlichen Schritt bewogen hat. Junge geflüchtete Künstler berichten von ihrem Versuch, mit ihrer Kunst in Deutschland Fuß zu fassen. Ein Kaleidoskop voller Geschichten, Einblicke und neuer Perspektiven und eine Einordnung der gegenwärtigen Flüchtlingsbewegung in frühere Fluchterfahrungen bieten Heft und Dossier „Flucht und Migration“ der „Politikorange“. Unterstützt wurde das Projekt der Jugendpresse Deutschland vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Deutschen Jugendherbergswerk und der Kreuzberger Kinderstiftung. Interessierte können das Printheft kostenlos bestellen.

 

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Neuer Anlauf für ein Whistleblowergesetz

„Ein schlechtes Signal an Diktatoren“ nannte es Christian Mihr, Geschäftsführer von „Reporter ohne Grenzen“, dass Deutschland Whistleblower*innen so schlecht schützt und die entsprechende EU-Richtlinie in dieser Legislaturperiode nicht umgesetzt hat. Als „Chance“ bezeichnete es die Vorsitzende des Netzwerks Whistleblowing, Annegret Falter, im Wahlkampf verstärkt für ein Gesetz zu motivieren und möglichst auch Schwachstellen der EU-Richtlinie zu verbessern.
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Aus für Hongkonger Zeitung „Apple Daily“

Die Zeitung „Apple Daily“ ist eines der wenigen staatskritischen und prodemokratischen Medien in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Während der monatelangen Proteste in der Metropole hatte die Zeitung stets berichtet und positionierte sich für die Demokratiebewegung. Nun muss die Zeitung nach 26 Jahren ihren Betrieb einstellen. Grund dafür seien Sorgen um die Mitarbeiter*innen und deren Sicherheit, teilte das Medium auf seiner Website mit. Am heutigen Donnerstag erscheint sie zum letzten Mal.
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Plattform muss nicht automatisch haften

Wenn Nutzer*innen auf YouTube Videos veröffentlichen, die gegen das Urheberrecht verstoßen, haftet die Plattform laut dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) dafür nicht automatisch. Betreiber von Onlineplattformen verbreiteten „nicht selbst urheberrechtlich geschützte Inhalte, die illegal von Usern gepostet wurden“, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Plattformen würden lediglich den Zugang zu den Inhalten bereitstellen. Deshalb könnten die Betreiber nicht haftbar gemacht werden.
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Filmtipp: „Die letzten Reporter“

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