6. Medientage: #Krassmedial!

#Krassmedial: Medienarbeit heute und morgen Bild: fotolia / SSilver

Unter der Überschrift „#Krassmedial: Medienarbeit heute und morgen“ finden die 6. ver.di-Medientage vom 10. bis zum 12. Juni 2016 erstmals im ver.di Bildungs- und Begegnungszentrums „Clara Sahlberg“ am Wannsee in Berlin statt. In Workshops und Vorträgen werden etablierte Medienschaffende gemeinsam mit dem journalistischen Nachwuchs Trends crossmedialer Medienarbeit und deren Auswirkungen auf die Medienlandschaft und die Rolle des Journalismus von morgen erörtern.


Der Durchmarsch des Internets hat weite Bereiche unserer Technologie- und Medienwirtschaft umgepflügt und auch die Arbeit von Medienschaffenden massiv verändert. Medienarbeit findet heute parallel im audiovisuellen, im Print- sowie im Online-Bereich statt – die neuen Vertriebswege sind Apps und das Internet. Klassische Finanzierungsformen hingegen funktionieren nicht mehr reibungslos und erfordern neue Geschäftsmodelle. In einigen Bereichen verschwimmen die Grenzen zwischen Journalismus und PR zunehmend. Welche Trends sind für die Zukunft erkennbar? Was machen diese Trends mit den Berufsfeldern im Bereich Medien und den Arbeitsanforderungen an Medienschaffende? Und wie wirken sich diese Entwicklungen auf unsere Medienlandschaft insgesamt und die Rolle des Journalismus im Speziellen aus? In diese und andere Fragen bietet die Tagung Einblick – für etablierte Medienschaffende genauso wie für den interessierten journalistischen Nachwuchs. In Vorträgen und Workshops sollen gemeinsam Zusammenhänge und Lösungen erörtert werden.
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Digitale Arbeitswelt verlangt radikale soziale Reformen

Dass 3D-Drucker fahrbare Autos und bewohnbare Häuser produzieren können, ist keine Science Fiction mehr. Das gedruckte Bürogebäude steht in Dubai und Shuttlebus „Olli“ soll 2017 in Karlsruhe eingesetzt werden. Noch keine Normalität. Dennoch, wenn Roboter mit künstlicher Intelligenz immer einfachere Produktionsverfahren ermöglichen, werde sich das radikal auf Arbeitsplätze und Berufe auswirken, sagte IT-Expertin Anke Domscheit-Berg während eines Vortrages bei den ver.di-Frauen in Hamburg.
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In eigener Sache: Zukunft jetzt – M digital!

M wird digital! Warum, weil es jeder tut? Nein – zu trivial, lediglich dem Trend zu folgen. Weil Papier out ist? Nein – Prognosen vom baldigen Ende des gedruckten Journalismus haben sich bisher nicht bestätigt. Die Aktualität von Nachrichten, die Anreicherung mit mehr Informationen als es der Platz auf Papier zulässt, die Ergänzung durch Bewegtbilder, die direkte Möglichkeit des aktiven Austausches mit den Medienmacher_innen ... Das lockt die Mediennutzer_innen ins Netz.
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Am Ende gewonnen und doch verloren

Im März 2015 erklärte das Bundesarbeitsgericht (BAG) die Kündigung von Renate Wähnelt vom März 2011 für unwirksam. Damit endet für die ehemalige Volksstimme-Redakteurin und langjährige Betriebsrätin ein vier Jahre währender Rechtsstreit mit einer Tochterfirma der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH.
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Tarifflucht durch „Zergliederitis“

Ein „Tsunami“ fege über die Medienbranche hinweg, sagte der Unternehmensberater Christian Hasselbring auf einer Konferenz von Betriebsräten aus Zeitungsverlagen am 5./6. Juli in Berlin – ein apokalyptisches Bild. Der ersten Welle der Digitalisierung werde eine zweite, noch gewaltigere folgen. Dazu zeigte Hasselbring ein Foto mit einer Tsunami-Welle, die auf eine südostasiatische Küste trifft. Die unmissverständliche Botschaft: Es wird Opfer geben. Und zwar unter den Verlagen und ihren Beschäftigten.
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