AFP-Journalist bei Raketenangriff in Ukraine getötet

AFP-Journalist Arman Soldin auf einem ukrainischen Militärlastwagen während eines Einsatzes im Donbass am 30. April 2022. Arman wurde durch einen Raketenangriff getötet, als er am 9. Mai 2023 mit AFP-Kollegen von ukrainischen Stellungen in Chasiv Yar berichtete. Foto: Yasuyoshi CHIBA/AFP

Der französische Journalist Arman Soldin (32) ist am 9. Mai bei einem Raketenangriff in der Ukraine ums Leben gekommen, wie die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) mitteilte. Soldin sei als Videokoordinator für AFP tätig gewesen. Der Angriff habe sich in den Außenbezirken von Tschassiw Jar, einer Stadt in der Nähe von Bachmut ereignet. Zum Zeitpunkt des Angriffs, gegen 16.30 Uhr Ortszeit, sei das AFP-Team mit ukrainischen Soldaten unterwegs gewesen.

Die übrigen vier Mitglieder des unter Beschuss geratenen AFP-Teams blieben den Angaben zufolge unverletzt. „Die gesamte Agentur ist am Boden zerstört über den Verlust von Arman. Sein Tod ist eine schreckliche Erinnerung an die Risiken und Gefahren, denen Journalisten täglich bei der Berichterstattung über den Konflikt in der Ukraine ausgesetzt sind“, sagte Präsident-Generaldirektor Fabrice Fries.

Soldin wurde nach AFP-Angaben in Sarajevo geboren. Er begann seine Arbeit für die Agentur 2015 als Praktikant im AFP-Büro in Rom, später wurde er in London angestellt. Er war Teil des ersten AFP-Teams, das nach Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022 in die Ukraine reiste und am folgenden Tag dort eintraf. Soldin lebte seit September in der Ukraine und leitete die Berichterstattung des Teams. Die Frontlinien im Osten und Süden hat er regelmäßig bereist.

Mit Soldins Tod steige die Zahl der laut Journalistenorganisationen in der Ukraine getöteten Journalisten sowie Helfer und Fahrer von Medienteams auf mindestens elf, hieß es.

 

 

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