Urheberrechte erfolgreich verteidigt

Die Online-Verwertung von Fotos sowie der Nachdruck der Aufnahmen in den „Potsdamer Neuesten Nachrichten – einer sogenannten Mantelausgabe der Zeitung „Der Tagesspiegel“ – sind zustimmungspflichtig und müssen honoriert werden. Das entschied Anfang Juli das Berliner Kammergericht und bestätigte damit eine erstinstanzliche Entscheidung des Berliner Landgerichts.

Fünf freie Fotografen haben sich damit erfolgreich gegen die Verletzung ihrer Urheberrechte durch die Holtzbrinck-Zeitung gewehrt. Vier ergangene Urteile sind rechtskräftig, denn auch die durch den „Tagesspiegel“ eingelegte Berufung gegen das Urteil des Kammergerichts ist inzwischen abgewiesen worden. In einem Fall ist die Berufungsverhandlung jedoch noch nicht zu Ende. In dem bereits zwei Jahre andauernden Verfahren gegen den Freelancer aus Potsdam wird es eine weitere Beweiserhebung geben. Der „Tagesspiegel“ bestreitet, dass Fotos des Freiberuflers auch im Online-Archiv gespeichert wurden. Lediglich die Nutzung analog der anderen Fälle in der aktuellen Online-Ausgabe und in den PNN wird notgedrungen eingeräumt. Nunmehr sollen „Tagesspiegel“-Geschäftsführer Joachim Meinold und Verlagsdirektor Gerd Appenzeller im November als Zeugen geladen werden.

 

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Politik zwingt MDR in die Knie

Der MDR muss weiter massiv sparen und geht dabei ans Eingemachte. Nach "MDR um 2" und "Mittagsmagazin" trifft es jetzt "Tatort" und "Polizeiruf". Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt sich hinter die Beschäftigten und fordert eine verlässliche Finanzierung des Senders sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Sparmaßnahmen.
mehr »

Bayern bessert Rundfunkgesetz nach

Eingriff in die Programmautonomie und in das Gebot der Staatsferne – so lautete übergreifend die deutliche Kritik am ersten Entwurf der bayerischen Staatsregierung von CSU und Freien Wählern, das Rundfunkgesetz zu novellieren. Es ist die Rechtsgrundlage für den Bayerischen Rundfunk (BR). Nun reagiert die Regierung und kündigt an, die Gesetzesnovelle entschärfen zu wollen.
mehr »

Was bringt der Pressekodex?

Eine Anwältin wird in einer Boulevardzeitung identifizierend an den Pranger gestellt – obwohl sie nichts Unrechtes getan hat. Die Folge: Bedrohungen, eine rechtsextreme Kundgebung vor ihrer Kanzlei, Polizeischutz. Der Deutsche Presserat spricht Monate später eine Rüge aus. Der Schaden ist aber angerichtet.
mehr »

Polizeibefugnisse gegen Pressefreiheit

Das  Bundeskabinett befasst sich heute mit mit Gesetzentwürfen, die den deutschen Sicherheitsbehörden weitreichende digitale Ermittlungsbefugnisse einräumen sollen. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di kritisiert die Ausweitung der Überwachungsmaßnahmen zulasten der Privatsphäre aller Bürger*innen und der Pressefreiheit.
mehr »